Patient der Salzburger Landeskliniken trank Reinigungsmittel

11. Februar 2014, 10:33
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Substanz in Becher auf Nachttisch stehen gelassen - Probleme mit der Reinigung laut Kliniken inzwischen behoben

Salzburg - An den Salzburger Landeskliniken (SALK) hat es Probleme mit der Reinigung gegeben. Der schlimmste Zwischenfall: Eine Reinigungskraft ließ ein verdünntes Putzmittel in einem Becher auf dem Nachttisch eines Patienten stehen, das dieser irrtümlich trank. SALK-Sprecherin Mick Weinberger bestätigte gegenüber der APA am Dienstag einen Bericht des ORF. Die Probleme seien inzwischen behoben worden.

Das Spital selbst habe die Missstände bei der Reinigung festgestellt und die Firma mehrmals zur Einhaltung der vereinbarten Niveaus aufgefordert, so Weinberger. Sie bestätigte auch den Zwischenfall mit dem getrunkenen Putzmittel, dem Patienten sei damals aber nichts geschehen.

Leistungsausfälle

Bereits am 16. September des Vorjahres wurde der Reinigungsfirma bei einer Besprechung mitgeteilt, dass die erbrachte Leistung nicht dem vereinbarten Niveau entspreche. "Es gab zum Teil Leistungsausfälle, zum Teil gravierende Qualitätsprobleme", heißt es in einem Schreiben der Klinikleitung, das nach einer neuerlichen Besprechung am 29. November verfasst wurde.

In diesem Brief wurde festgestellt, dass die zwei Monate davor getroffenen Vereinbarungen noch nicht zur Gänze eingehalten würden. Für die besonders sensiblen Bereiche wie Intensivstationen, Onkologie oder Kinder-Rehabilitation wurde ein "gutes und akzeptables" Niveau schon ab der darauffolgenden Woche eingefordert, für den Rest des Spitals ab Mitte Februar. Andernfalls müsse eine Vertragsauflösung in Erwägung gezogen werden, wurde dem Unternehmen die Rute ins Fenster gestellt.

Probleme behoben

"Inzwischen sind die Probleme in den sensiblen Bereichen behoben. Der Geschäftsführer der Firma hat sich sehr dafür eingesetzt, hier seinem Vertrag entsprechend zu agieren", hieß es am Dienstag in einer Stellungnahme der Spitalsleitung. "Seitens der SALK gibt es laufend unangemeldete Kontrollen unseres hauseigenen Teams der Krankenhaushygiene. Die Reinigungsfirma hatte hier Probleme, geeignetes Personal zu finden - häufig sind Sprachbarrieren ein Hindernis. Hier wurden vor allem regelmäßige Schulungen durchgeführt und verstärkt qualitätssichernde Experten eingesetzt."

In den Einrichtungen der Landeskliniken putzen rund 300 Mitarbeiter einer Reinigungsfirma rund 170.000 Quadratmeter Fläche. (APA, 11.2.2014)

  • Bereits im vergangenen September gab es Probleme mit der Reinigungsfirma.
    foto: apa/barbara gindl

    Bereits im vergangenen September gab es Probleme mit der Reinigungsfirma.

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