Obama und Hollande auf den Spuren einer amerikanisch-französischen Liaison

Ansichtssache11. Februar 2014, 11:00
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US-Präsident Barack Obama und sein französischer Amtskollege Francois Hollande besuchten am Montag das historische Anwesen von Thomas Jefferson in Monticello im Bundesstaat Virginia. Der Verfasser der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung und dritte US-Präsident gilt als Vordenker der amerikanisch-französischen Freundschaft.

Anhänger der Französischen Revolution

"Freundschaft ist wie Wein: Roh, wenn sie neu ist, reif mit dem Alter, die wahre Milch des alten Mannes und stärkender Likör." Thomas Jefferson, der diesen Satz schrieb, dürfte die amerikanisch-französische Freundschaft durch seine Liebe zum Wein sicher beflügelt haben. Doch der dritte Präsident der Vereinigten Staaten (1801-09) war für die Franzosen sehr viel mehr als nur ein Weintrinker in der Neuen Welt. In seinen Jahren als US-Botschafter in Paris (1784-89) wurde er zum feurigen Anhänger der Französischen Revolution, die bei seiner Abreise gerade ins Rollen kam.

Monticello sei ein Zeichen für die "unglaubliche Geschichte zwischen den Vereinigten Staaten und Frankreich", sagte Obama. "Dieses Haus steht für die Verbindung, die mit zur amerikanischen Revolution geführt und die französische Revolution beeinflusst hat." Hollande erinnerte daran, dass Jefferson als Präsident im Jahr 1803 vom napoleonischen Frankreich das Louisiana-Territorium gekauft habe. Napoleon füllte so seine Kriegskasse. "Heute bitten wir um nichts", scherzte der französische Staatschef. Obama antwortete: "Das war ein Schnäppchen!"

Hollande ist nach dem Auffliegen seiner Affäre mit der Schauspielerin Julie Gayet und der Trennung von Valerie Trierweiler alleine in die USA geflogen. (APA/red, 11.2.2014)

foto: apa/epa/jocard/pool
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