Schwache Stahlsparte drückte Voestgewinn

11. Februar 2014, 08:57
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Die ersten drei Quartale verliefen für den Konzern durchwachsen, im vierten Quartal rechnen die Linzer mit Besserung

Wien/Linz - Die schwache Stahlsparte hat in den ersten drei Quartalen 2013/14 auf die Ergebnisse der börsennotierten voestalpine gedrückt. Der Betriebsgewinn (Ebit) sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,6 Prozent auf 573 Mio. Euro und das Ergebnis nach Steuern (vor Minderheitsanteilen und Hybridkapitalzinsen) verringerte sich laut Ad-hoc-Mitteilung von heute, Dienstag, um 4,8 Prozent auf 351,6 Mio. Euro.

Der Gewinn je Aktie (EPS) gab um 6,6 Prozent von 1,83 auf 1,71 Euro nach. Der Umsatz ging um nur 3,1 Prozent auf 8,3841 Mrd. Euro zurück. Stabil war hingegen die Margenentwicklung - die Ebit-Marge lag in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres bei 6,8 Prozent (Vorjahresperiode: 7 Prozent).

Talsohle durchschritten

Mit dem dritten Quartal scheint die Talsohle bei Umsatz und Ergebnis den Unternehmensangaben zufolge durchschritten. Insbesondere in der Steel Division habe sich die "tiefgreifende Marktschwäche" in weiten Teilen des Pipeline- und Kraftwerksbaus "deutlich negativ ausgewirkt", teilte der Stahlriese mit. Die makroökonomischen Vorlaufindikatoren in Europa zeigten aber seit der zweiten Jahreshälfte 2013 wieder nach oben.

Im vierten Quartal rechnet die voestalpine dank Pipeline-Aufträgen und einer Belebung der Geschäftstätigkeit in den meisten übrigen Industriebereichen nach dem Jahreswechsel mit einem "ergebnismäßigen Turnaround". Das operative Jahresergebnis der voestalpine im Gesamtjahr 2013/14 (per Ende März) werde aber voraussichtlich unter jenem des Vorjahres liegen.

"Für das Geschäftsjahr 2013/14 zeichnet sich vor dem Hintergrund einer leicht verbesserten Gesamtkonjunktur aus heutiger Sicht ein etwas unter dem Vorjahresniveau liegendes Ergebnis (Ebita, Ebit) ab", so Konzernchef Wolfgang Eder. Die Abweichung sei "zur Gänze auf die das gesamte Jahr über anhaltende, extreme Marktschwäche in großen Teilen des konventionellen Energiebereiches (Öl- und Gastransport, Kraftwerksbau) zurückzuführen".

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/13 hatte der Stahl- und Technologiekonzern den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 1,302 auf 1,442 Mrd. Euro gesteigert. Das Betriebsergebnis hatte sich von 704,2 auf 853,6 Mio. Euro verbessert. (APA, 11.2.2014)

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