ÖSV-Damen wollen im Kampf um Gold mitreden

11. Februar 2014, 18:10
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Fenninger, Görgl, Hosp und Hütter am Mittwoch im Einsatz - Weirather muss passen - Warmwetter setzt Strecke zu, Abschlusstraining abgesagt

Krasnaja Poljana - Das für Dienstag angesetzte insgesamt fünfte Training der Damen für die Olympiaabfahrt am Mittwoch (8.00 Uhr MEZ) in Krasnaja Poljana ist wegen hoher Temperaturen und weicher Schneebedingungen im unteren Teil abgesagt worden. Viele Läuferinnen hätten es aber wohl ohnehin nicht mehr in Anspruch genommen.

Für Österreich gehen Anna Fenninger, Görgl, Nicole Hosp (Kombi-Silber) sowie Cornelia Hütter an den Start. Die ÖSV-Damen wollen im Kampf um das begehrte Gold vernehmlich mitreden.

Weirathers Herz brach

Mit Tina Weirather wird eine Mitfavoritin nicht antreten können. Die Zweitplatzierte des Abfahrts-Weltcups hatte sich im Training eine Knochenprellung am rechten Schienbeinkopf zugezogen. Einen Fitnesstest bestand die Liechtensteinerin nicht.

Auf ihrer Facebook-Seite verlieh Weirather ihrer Enttäuschung Ausdruck. "Mein Herz ist gebrochen. Ich war für mein Highlight bereit", teilte sie mit. In der Vergangenheit habe sie sich immer verantwortlich gefühlt für ihre Stürze und Verletzungen, diesmal jedoch sei viel Pech dabei gewesen.

Die Hoffnung auf einen Start im Super-G vom Samstag hat Weirather noch nicht ganz aufgegeben. "Ich hoffe auf ein Wunder", meinte die 24-Jährige, die schon die Spiele vor vier Jahren in Vancouver verletzungsbedingt verpasst hatte.

Viele Favoritinnen

Der Favoritenkreis für das Rennen ist groß wie lange nicht. Zudem haben sich wegen des Warmwetters die Vorzeichen verändert. Neben US-Titelverteidigerin Lindsay Vonn ist auch Schladming-Weltmeisterin Marion Rolland (F) verletzungsbedingt nicht mit dabei. Dafür werden wohl die Protagonistinnen der Kombiabfahrt Julia Mancuso (USA), Lara Gut (SUI), Tina Maze (SLO), Fenninger und Maria Höfl-Riesch (D) ein entscheidendes Wörtchen um die Medaillen mitreden.

Weiters haben sich in den Trainings auch Hosp, Fränzi Aufdenblatten, Fabienne Suter, Dominique Gisin (alle SUI) und Kajsa Kling (SWE) hervorgetan.

"Abfahrt ist extremer Kopfsport"

Fenninger hatte gleich im ersten Training Bestzeit markiert, ganz Freundschaft geschlossen hat sie mit dem Berg allerdings nicht. Zudem ärgerte sich die Salzburgerin, dass für die Kombiabfahrt nochmals ein Tor versetzt wurde. "Damit wir nicht zu schnell werden, ich habe da aber kein Problem gesehen." Sie hat bewusst nicht alle Traininga absolviert. "Wenn du zu oft fährst, wirst du im Kopf müde. Abfahrt ist extremer Kopfsport. Ich habe gelernt, es schon beim ersten Mal umzusetzen."

Nach dem Silbermedaillengewinn in der Kombi hofft Hosp auf eine Draufgabe: "Ich werde alles probieren." Spät, aber gerade rechtzeitig ist Mancuso in Form gekommen. Die Abfahrts-Silbermedaillengewinnerin von Whistler kann völlig von Druck befreit an die Aufgabe herangehen.

"Wenn man an sich selbst glaubt, hilft das. Ich liebe es einfach, bei Olympia zu sein, es macht so viel Spaß und gibt mir so viel Energie. Ich habe viel Kraft aus dem Herrenrennen geschöpft. Das war ein perfektes Beispiel für das, was ich mir immer denke: Bei Olympia ist alles möglich", sagte die nun vierfache Olympiamedaillengewinnerin (Gold Riesentorlauf Turin 2006, Silber Abfahrt und Super-Kombi Vancouver 2010, Bronze Kombi 2014). (APA/red, 11.2.2014)

  • Anna Fenninger dosierte ihren Trainingsumfang.
    foto: apa/epa/techt

    Anna Fenninger dosierte ihren Trainingsumfang.

  • Der gute Schnee ist in Russland Mangelware, überdies setzen Plusgrade den Pisten zu. Sotschi ist nicht Kärnten.
    foto: ap/ luca bruno

    Der gute Schnee ist in Russland Mangelware, überdies setzen Plusgrade den Pisten zu. Sotschi ist nicht Kärnten.

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