Die alpine Fotokunst zwischen Monumentalismus und Fragilität

10. Februar 2014, 17:14
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Eine Schau zur Geschichte der Alpenfotografie ist im Vorarlberg-Museum zu sehen

Das Vorarlberg-Museum zeigt eine Sonderausstellung zur Geschichte der Alpenfotografie. Neben repräsentativen Exponaten der frühen Fotografie werden Arbeiten von 43 zeitgenössischen Künstlern gezeigt.

Die Alpen-Faszination der Fotografie ist so alt wie deren Erfindung. Mit einer Ausrüstung von 55 Kilogramm inklusive Dunkelkammer nahmen Fotografen des 19. Jahrhunderts nicht nur große Strapazen bei der Besteigung der Gipfel auf sich, sondern riskierten für ein gutes Bild oft auch ihr Leben. Zu den Pionieren der Alpinfotografie zählen die Gebrüder Wehrli, ihre gezeigte Aufnahme Besteigung der Jungfrau stammt aus dem Jahr 1906.

Im Fokus der Ausstellung liegen jedoch Arbeiten von Vertretern der Gegenwartskunst. Die zum Teil großformatigen Werke zeugen von einer sehr unterschiedlichen Herangehensweise der Künstler an das Thema. Neben beeindruckenden Gipfelaufnahmen wie von Sonja Braas oder künstlerischen Schwarz-Weiß-Fotografien von Edgar Mall, finden sich auch Arbeiten wie beispielsweise jene von Lois Hechenblaikner, die sich mit den Auswüchsen des Massentourismus auseinandersetzen und die sonst so heroisch erscheinenden Alpen geradezu verletzbar erscheinen lassen.

Die Ausstellung der Galerie Stihl Waiblingen entstand in Kooperation mit dem Vorarlberg-Museum und ist noch bis zum 25. Mai 2014 zu sehen. (niwe, DER STANDARD, 11.2.2014)

  • Frühe Aufnahmen der alpinen Welt: das Foto "Besteigung der Jungfrau".
    foto: photoglob-wehrli

    Frühe Aufnahmen der alpinen Welt: das Foto "Besteigung der Jungfrau".

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