Chef von Internet-Pionier AOL rudert in "Baby"-Affäre zurück

10. Februar 2014, 12:24
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Hatte Kürzung der Pensionsbezüge mit Ausgaben für Behandlung der kranken Babys zweier Mitarbeiter begründet

AOL-Chef Tim Armstrong rudert in der Affäre um seine Aussagen über Kosten für erkrankte Babys zurück. Er bat am Wochenende für seine Äußerungen um Entschuldigung, bei denen er die erkrankten Kinder zweier Mitarbeiter mit steigenden Gesundheitskosten des US-Internetriesen in Verbindung gebracht hatte. "Ich habe einen Fehler gemacht", teilte Armstrong in einem Schreiben an die Angestellten mit.

Kürzungen zurückgenommen

Auf einer Mitarbeiterversammlung hatte Armstrong eine Kürzung der Pensionsbezüge mit höheren Ausgaben für die Behandlung der kranken Babys von zwei Mitarbeitern und den höheren Belastungen durch die US-Gesundheitsreform begründet. Dadurch seien die Kosten für AOL um mehrere Millionen Dollar gestiegen. Die Senkung der Pensions-Bezüge nahm Armstrong nun zurück.

Für ruppigen Umgang bekannt

Am Wochenende hatte sich eine der betroffenen Mütter im US-Online-Magazin Slate über Armstrongs Äußerungen beschwert. Dieser ist für seinen teils ruppigen Umgang mit Mitarbeitern bekannt.

2013 feuerte er beispielsweise vor Tausenden Mitarbeitern einen Kreativ-Direktor und sorgte damit für zahlreiche Negativschlagzeilen. Armstrongs jüngste Aussagen haben in Medien und Online-Netzwerken Entrüstung ausgelöst und auch einen Schatten auf die am Donnerstag veröffentlichte Bilanz von AOL geworfen. Der Umsatz war um 13 Prozent auf 679 Mio. Dollar (500,22 Mio. Euro) gestiegen und damit so stark wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr. (APA, 10.02.2014)

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  • "Ich habe einen Fehler gemacht" - Armstrong nimmt die Pensionskürzungen und seine Aussage zurück.
    foto: reuters

    "Ich habe einen Fehler gemacht" - Armstrong nimmt die Pensionskürzungen und seine Aussage zurück.

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