Zwischenbericht soll Burg-Vizedirektorin schwer belasten

10. Februar 2014, 05:46
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Laut "Die Presse" - Verdacht auf Fälschung von Belegen - Am Montag Aufsichtsratssitzung des Burgtheaters - Erster Termin vor dem Arbeitsgericht am 7. April

Wien - Der Zwischenbericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG im Fall der entlassenen Burgtheater-Vizedirektorin Silvia Stantejsky, der am Montag im Aufsichtsrat diskutiert wird, soll die frühere Kaufmännische Direktorin schwer belasten. Das meldet "Die Presse" (Montag-Ausgabe). Mit Bareinzahlungen knapp vor Ende der Geschäftsjahre soll die finanzielle Situation des Hauses verfälscht worden sein.

Den Einzahlungen sollen wenige Monate später jeweils Auszahlungen gegenüberstehen. "Die Prüfer sollen an der Richtigkeit sowohl der Kassabucheinträge als auch der vorliegenden Belege Zweifel haben", heißt es in dem Zeitungsbericht. Im Raum stehe der Verdacht, dass dazugehörige Belege und Unterschriften gefälscht gewesen sein könnten. Wie hoch die Schadenssumme in den untersuchten Geschäftsjahren 2011, 2012 und 2013 sei, habe bis dato nicht beziffert werden können.

Keine Ordnung in der Vorgangsweise

"Die beschriebene Vorgangsweise, so das Fazit der Wirtschaftsprüfer, habe den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung widersprochen", schreibt "Die Presse". "Die unterjährige Finanzberichterstattung habe überdies ein falsches Bild von der wahren finanziellen Lage der Burg gezeichnet."

Ein endgültiger Bericht war nach der vergangenen Aufsichtsratssitzung des Burgtheaters für Ende Februar angekündigt worden. Stantejsky hat gegen ihre Entlassung Klage beim Wiener Arbeits- und Sozialgericht eingereicht. Nachdem eine erste Tagsatzung zunächst einvernehmlich verschoben wurde, ist nun für 7. April ein erster Termin anberaumt. (APA, 10.2.2014)

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