Daten von Barclays-Kunden gestohlen

9. Februar 2014, 15:05
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Ein Datensatz soll um etwa 60 Euro verkauft worden sein, die Bank bestätigte Untersuchungen im Vorfall

London - Bei der britischen Großbank Barclays sollen Daten von bis zu 27.000 Kunden gestohlen und an andere Börsenhändler weiterverkauft worden sein. Das schreibt die Zeitung "Mail on Sunday". Eine Sprecherin der Bank bestätigte am Sonntag, dass Untersuchungen in der Sache eingeleitet wurden. "Wir sind dem Blatt dankbar, dass es uns darauf aufmerksam gemacht hat", hieß es vom Institut.

Die Informationen seien an mehrere Regulierungsbehörden weitergeleitet worden. Die Bank werde alle notwendigen Schritte unternehmen, um die betroffenen Kunden zu unterrichten, damit diese ihre Datensicherheit wiederherstellen können. "Es sieht so aus, als wäre dies ein krimineller Akt. Wir kooperieren voll mit den Behörden, um den Täter zu finden", sagte die Sprecherin.

20 Seiten lang

Konkret sollen Kundendaten - darunter Nummern von Reisepässen und medizinische Informationen - für 50 Pfund (rund 60 Euro) pro Datensatz weiterverkauft worden sein. Unter anderem sollen die Daten auch Informationen darüber enthalten haben, welches Risiko die Kunden bei Finanzgeschäften einzugehen bereit sind.

Die Zeitung erhielt nach eigenen Angaben Einblick in 2000 Kundendateien. Manche seien 20 Seiten lang gewesen und hätten unter anderem Angaben über die Risiko-Einstellung der Menschen enthalten. Dem Informanten zufolge seien auf einer Datenbank 25.000 weitere Dateien. Die gestohlenen Informationen würden auf dem Schwarzmarkt Millionen erzielen, weil mit ihrer Hilfe Betrüger Kunden mit Investmentgeschäften gezielt ansprechen könnten, berichtete die Zeitung weiter. (APA, 9.2.2014)

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