Die wahren Pro-Europäer müssen die EU-Politik kritisieren

9. Februar 2014, 17:03
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 FS Misik heute mit folgenden Themen: 

1. Wer ist ein Anti-Europäer und wer ist es nicht? Progressive Pro-Europäer kommen heutzutage oft sehr verdruckst daher: "Wir sind ja an sich für Europa, aber..." Nur ja nicht will man in den Geruch des "Antieuropäertums" kommen. Aber ist das nicht auch irgendwie verrückt? Wenn die Opposition im Nationalstaat, also etwa in Österreich, der Meinung ist, die Regierung macht eine total falsche Politik und sie, die Opposition, würde alles ganz anders machen - dann sagt doch auch niemand, diese Opposition sei "gegen Österreich". 

2. 80 Jahre Februar '34. Am 12. Februar 1934, vor exakt 80 Jahren, haben die Vorläufer der heute gemeinsam regierenden Koalitionsparteien aufeinander geschossen. Die Vorläuferorganisation der ÖVP hat die Demokratie abgeschafft und ein autoritäres Regime errichtet. Die Vorläuferorganisation der SPÖ hat sich dagegen gewehrt. Diesmal werden Kanzler Faymann und Vize Spindelegger gemeinsam einen Kranz für die Opfer niederlegen. Aber was ist die Botschaft? Verneigt sich die ÖVP jetzt vor den Opfern ihrer Politik? Das wäre natürlich prima. Oder gibt's nur Kitsch, der die wahre Geschichte zukleistert? Das wäre nicht so prima.

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