Glückliches Ried macht Wr. Neustadt unglücklich

8. Februar 2014, 21:23
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Innviertler drehen die Partie gegen Wr. Neustadt und schieben sich mit 2:1-Sieg auf Rang drei

Ried - Die SV Ried hat am Samstagabend in der 22. Runde der Fußball-Bundesliga einen 2:1-Arbeitssieg gegen den SC Wiener Neustadt gefeiert. Die Oberösterreicher drehten einen frühen Rückstand noch um und liegen nun zumindest bis zum Wiener Derby am Sonntag auf dem dritten Tabellenrang.

Die Rieder waren durch ein Tor von Matthias Koch (5.) früh in Rückstand geraten, kamen durch Treffer von Patrick Möschl (13.) und des spanischen Neuzugangs Gerard Oliva (79.) aber noch zu ihrem achten Saisonsieg. In den vergangenen zwei Saisonduellen hatten sich die beiden Teams jeweils Unentschieden getrennt.

Wr. Neustadt drückt

"Ich will aktiver nach vorn spielen und die Spieler wollen auch so spielen, das macht einfach mehr Spaß", hatte Wr. Neustadts Trainer Heimo Pfeifenberger vor dem Anpfiff gemeint, und seine Mannschaft erwischte die Oberösterreicher mit schnellem, druckvollen Spiel in die Spitze eiskalt: Rauter ließ an der Strafraumgrenze für Matthias Koch prallen und der traf von der Strafraumgrenze platziert ins linke Eck.

Während der SCWN auch in den Folgeminuten gefällig nach vorne agierte, präsentierte sich Ried nach dem frühen Rückstand ungewohnt nervös. Das Zusammenspiel der Truppe von Trainer Angerschmid, bei der die Neuzugänge Harald Pichler, Mittelfeldspieler Jan Zwischenbrugger und Offensivakteur Oliva in der Startformation standen, klappte nicht nach Wunsch.

Wr. Neustadt-Torhüter Thomas Vollnhofer erlebte in den Anfangsminuten einen ruhigen Abend, doch den Oberösterreichern gelang mit ihrer ersten Chance im Spiel der Ausgleich: Schiedsrichter Harkam ließ nach einem Foul von Pichler an Pichlmann kurz vor dem Rieder Strafraum weiterspielen, im Gegenzug bediente Trauner mit einem Pass in die Spitze Möschl mustergültig. Dieser schoss von der Strafraumgrenze zu seinem dritten Saisontor ein.

Wende

Durch den Ausgleich gewannen die Innviertler Sicherheit zurück und übernahmen in der Folge die Kontrolle im Spiel, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden. Die Offensivbemühungen der "Wikinger" blieben bis zur Halbzeitpause unbelohnt. Einzig Oliva deutete mit einem Drehschuss, der knapp am linken Kreuzeck vorbei ging, erstmals seine Gefährlichkeit an (33.).

Ried startete vor 3.900 Zusehern engagierter in die zweite Hälfte und kombinierte sich wesentlich besser nach vorne. Pichler scheiterte erst mit dem Kopf, dann mit dem Fuß innerhalb von wenig Sekunden zweimal am glänzend disponierten Vollnhofer (56.). Möschl verpasste nach einer Perstaller-Flanke seinen zweiten Treffer nur knapp (69.), auf der Gegenseite strich ein Flankenball von Fröschl nur hauchdünn am Kopf des einschussbereiten Rauter vorbei.

In der Schlussphase traten die Gäste regelrecht ein Rückzugsgefecht an und kamen kaum mehr zu Entlastungsangriffen. Der Treffer des in der zweiten Hälfte immer stärker spielenden Oliva war da die fast schon logische Folge. Die Neustadt-Verteidigung konnte eine Kopfball-Ablage von Möschl nur ungenügend vor die Füße des Spaniers klären. Dieser nutzte die Chance mit einem wuchtigen Schuss von der Strafraumgrenze unter die Latte zu seinem Premierentreffer (79.).

Die Gäste stemmten sich zwar noch gegen die drohende Niederlage. Der eingewechselte David Witteveen vergab per Kopf die große Chance auf einen Punktgewinn des Tabellenachten. Im Gegenzug verpasste Gartler im Konter die vorzeitige Entscheidung (89.). (APA, 08.02.2014)

Fußball-Bundesliga (22. Runde): SV Ried - SC Wr. Neustadt 2:1 (1:1). Keine-Sorgen-Arena, 3.900 Zuschauer, SR Harkam.

Tore: 0:1 (5.) M. Koch

1:1 (13.) Möschl

2:1 (79.) Oliva

Ried: Gebauer - Hinum, Reifeltshammer, Pichler, A. Schicker - Trauner, Zwischenbrugger (58. Kragl) - Vastic (64. Perstaller), Oliva, Möschl (92. Sandro) - Gartler

Wr. Neustadt: Vollnhofer - Pollhammer, Mimm, M. Wallner, Stangl - M. Koch, Säumel - Dobras (80. Witteveen), Rauter, Denner (66. Hlinka) - Pichlmann (66. Fröschl)

Gelbe Karten: Möschl bzw. Wallner, Dobras

  • Ried startet gut.
    foto: apa/furtner

    Ried startet gut.

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