Internationales Strafgericht ermittelt im Fall Zentralafrika

8. Februar 2014, 08:26
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Chefanklärgerin: Berichte über extreme Brutalität prüfen

Den Haag - Der Internationale Strafgerichtshof (ICC/IStGH) hat Vorermittlungen zu möglichen Kriegsverbrechen in der Zentralafrikanischen Republik eingeleitet. Die Situation der Zivilbevölkerung in dem Land habe sich in den vergangenen Monaten verschlechtert, teilte die Chefanklägerin Fatou Bensouda am Freitag mit.

Bei ihr seien zahlreiche Berichte über Fälle extremer Brutalität von verschiedenen Gruppen eingegangen, darunter Tötungen, Folter und Vergewaltigungen. Daher habe sie sich dazu entschlossen, erste Ermittlungen einzuleiten, sagte Bensouda.

In Zentralafrika hatten muslimische Seleka-Rebellen im März vergangenen Jahres Präsident Francois Bozize gestürzt und die Macht an sich gerissen. Seither versinkt das bitterarme Land in religiös motivierter Gewalt. Mehr als eine Million Menschen sind auf der Flucht, ein Fünftel der Gesamtbevölkerung. (APA, 8.2.2014)

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