Dreißig Tuareg in Mali ermordet

7. Februar 2014, 20:14
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Verfeindete Bevölkerungsgruppe soll Entführung gerächt haben

Bamako - Bewaffnete Angehörige der Bevölkerungsgruppe der Fulbe (Peul) in Mali sollen offiziellen Angaben zufolge mindestens 30 Tuareg umgebracht haben. Die Täter hätten ihre Opfer aus Rache für die Entführung eines Stammesmitglieds getötet, sagte ein Regionalbeamter der Nachrichtenagentur AFP am Freitag. "Unsere Verwandten wurden kaltblütig ermordet", erklärte ein anderer Abgeordneter in Tamkutat.

Aus Kreisen der staatlichen Streitkräfte hieß es, unter den Ermordeten sei ein Kind. Zudem hätten nur wenige Verletzte überlebt. Demnach waren die Tuareg am Donnerstag auf dem Rückweg von einem Markt angegriffen worden. Eines ihrer beiden Fahrzeuge sei angezündet worden.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums trafen malische Soldaten am Freitag in der Region ein, um Anrainer zu schützen. Die ethnischen Gruppen der Fulbe (Peul) und Tuareg werfen sich gegenseitig immer wieder Raubüberfälle und Viehdiebstahl in den abgeschiedenen Wüsten des Landesnordens vor. (APA, 7.2.2014)

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