"No Problem Orchestra": 32 Monate Haft für Chef wegen Untreue

7. Februar 2014, 19:34
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Erstes Urteil von OGH aufgehoben - Schuldfrage geklärt - Lebensunterhalt seiner Familie aus Vereinsgeldern finanziert - Berufung von Staatsanwaltschaft und Verteidigung gegen Strafhöhe

Klagenfurt - Wegen Untreue im Zusammenhang mit Vereinsgeldern ist am Freitag der Gründer des "No Problem"-Vereins, Josef Schörkmayr, am Landesgericht Klagenfurt zu 32 Monaten unbedingter Haft verurteilt worden. Ein erstes Urteil war vom Obersten Gerichtshof im Dezember 2013 in einem kleinen Teilbereich aufgehoben wurden. Am Freitag ging es nur mehr um die Höhe der Strafe, der Schuldspruch ist rechtskräftig.

Da die Schuldfrage geklärt ist, dauerte die Verhandlung unter dem Vorsitz von Richterin Ute Lambauer auch nur mehr drei Minuten. Dann zog sich der Schöffensenat zur Beratung zurück. Nach der Urteilsverkündung meldeten sowohl Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung Berufung gegen die Strafhöhe an.

Schörkmayr hat laut Anklage mehr als 100.000 Euro für private Zwecke verwendet. Der Gründer des "No Problem Orchestra", dessen Idee es war, geistig und körperlich behinderte Menschen durch das Musizieren zu therapieren und mit dem Schörkmayr durch die ganze Welt gereist war, finanzierte aus Vereinsgeldern den Lebensunterhalt seiner Familie. Der Vereinsvorstand, in dem er und seine Frau die Mehrheit hatten, genehmigte ihm unter anderem auch ein Geburtstagsgeschenk von 150 Weinflaschen. Beim ersten Prozess vor einem Jahr plädierte Schörkmayr zuerst auf Nicht schuldig, bis er sich im Prozessverlauf eines Besseren besann und ein Teilgeständnis ablegte. (APA, 7.2.2014)

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