US-Arbeitsmarkt dümpelt vor sich hin

7. Februar 2014, 18:56
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Im Jänner entstanden unter dem Strich nur 113.000 Jobs. Weit weniger als von Experten erwartet, eine Entwicklung wie schon im Monat davor

Washington - Schon im Dezember wurden in den USA überraschend wenige neue Stellen geschaffen. 74.000 anstatt der 196.000 erhofften Jobs zählte das Arbeitsministerium damals. Die Notenbank Fed hatte zuvor ihre Anschubhilfe für die Konjunktur bereits gedrosselt. Jetzt geht es ähnlich verhalten weiter. Im Jänner entstanden unter dem Strich nur 113.000 Jobs. Wieder sind es weit weniger als von Experten erwartet.

Die Daten bedeuten einen Rückschlag für die auf Vollbeschäftigung fokussierte US-Notenbank, die ihre Geldspritzen zuletzt erneut wegen besserer konjunktureller Perspektiven drosselte. Laut Fed-Banker Richard Fisher will die Fed sich dennoch nicht von einer schlechten Zahl vom Kurs abbringen lassen. Der für die US-Wirtschaft so wichtige Konsum sei zwar bereits zwei Monate "praktisch eingefroren", ein temporäres Phänomen wie betont und wohl auch gehofft wird.

Bei einem genaueren Blick auf die Jänner-Statistik ergibt sich ein gemischtes Bild: Im Einzelhandel und beim Staat wurden zu Jahresbeginn Zehntausende Stellen gestrichen. Aber ausgerechnet im witterungsanfälligen Bau entstanden fast 50.000 neue Jobs und in der Industrie immerhin 21.000. Mehr als ein Hoffnungssignal ist darüber hinaus, dass die Arbeitslosenquote nun mit 6,6 Prozent so niedrig ist wie seit mehr als fünf Jahren nicht mehr. Für diese Statistik werden private Haushalte befragt, für die Beschäftigtenzahl hingegen Firmen und Behörden. (Reuters/red, derStandard.at, 7.2.2014)

 

  • Von Tauwetter kann man am US-Jobmarkt wohl noch nicht sprechen.
 
    foto: ap/sisney

    Von Tauwetter kann man am US-Jobmarkt wohl noch nicht sprechen.

     

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