Wolfsberg liegt in Klagenfurt

7. Februar 2014, 16:36
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Kärntner tragen Partie gegen Innsbruck im Wörthersee-Stadion aus - Trainer Streiter erstmals auf der Bank der Tiroler

Innsbruck/Klagenfurt/Wolfsberg - Blick nach oben oder nach unten. Für den WAC ist das Heimspiel zum Frühjahrsauftakt gegen Schlusslicht Wacker Innsbruck richtungsweisend. Bei einem Sieg am Samstag (19.00 Uhr) in Klagenfurt wäre der Klassenerhalt mit zwölf Punkten Vorsprung auf die Tiroler schon so gut wie gesichert, bei einer Niederlage würde der Abstand auf das Tabellenende hingegen plötzlich nur mehr sechs Zähler betragen.

Komfortfrage

"Wir sind in einer komplett anderen Situation gesteckt, haben uns in eine gute Position gebracht, was aber nicht bedeutet, dass wir schon durch sind", ist sich WAC-Trainer Dietmar Kühbauer bewusst. "Mit einem Sieg gegen Innsbruck können wir uns aus dem Abstiegskampf verabschieden. Dann könnten wir noch andere Ziele anpeilen, aber wir sollten nicht schon vorher darüber reden", sagte der 42-Jährige.

Gegen die Tiroler gab es vor eigenem Publikum in drei Spielen noch keinen Sieg, dabei zwei Remis. "Sie haben einen neuen Trainer, werden engagiert sein. Es wird nicht einfach, aber die bessere Ausgangsposition haben wir, das ist klar. Sie dürfen nicht verlieren", sprach Kühbauer Klartext. Der von Hartberg gekommene Peter Zulj bekommt von Anfang an das Vertrauen. "Liendl kann man nicht 1:1 ersetzen, ich mache ihm sicher keinen Druck", sagte der WAC-Coach. Vorne soll der Brasilianer Silvio für die nötigen Tore sorgen.

Streiters System

Auch die Tiroler setzen auf frische Kräfte. Der neue serbische Abwehrchef Zeljko Djokic ist rechtzeitig fit geworden, im zentralen Mittelfeld bekommt der Brasilianer Ji-Parana wohl von Beginn an seine Chance. "Die Vorbereitung war optimal, es ist eine Aufbruchstimmung da, ich hoffe, dass unser neues System funktioniert", sagte Wacker-Trainer Michael Streiter. Sollte das der Fall sein, dann "erwarte ich mir auch, dass wir etwas mitnehmen".

Das Erfolgsrezept ist schnell erklärt. "Wir müssen das Zentrum hinten dicht machen und schnell umschalten", sagte Streiter. Die Tiroler müssen jedenfalls zahlreiche Negativserien beenden. Zuletzt gab es drei Niederlagen in Folge ohne Torerfolg, auswärts wurden gar die letzten fünf Partien verloren, ohne dabei ein Tor zu erzielen. Positiv für die Tiroler ist aber, dass sie auf ihren Toptorschützen Lukas Hinterseer bauen können. Der zuletzt angeschlagene ÖFB-Teamstürmer wurde rechtzeitig fit.

"Es wäre wichtig, dass wir gut reinstarten, gleich einmal ein paar Punkte machen, damit das Selbstvertrauen zurückkommt", gab Hinterseer die Marschroute vor. Ein Herzschlagfinale wie im Vorjahr, als ein 3:2 am letzten Spieltag beim WAC den Tirolern den Klassenerhalt sicherte, soll vermieden werden. "Das wäre mir schon recht, ich befürchte aber, dass es wieder spannend bleibt bis zur letzten Runde", sagte Hinterseer.

Die Partie wird genauso wie das Heimspiel gegen die Austria am 22. Februar im Klagenfurter Wörthersee-Stadion ausgetragen. "Uns Spielern taugt das einfach, das ist eine Extramotivation", sagte WAC-Kapitän Michael Sollbauer. Auf die vergangene Saison blicken die Kärntner übrigens gerne zurück, da waren sie in den ersten neun Spielen im Frühjahr ungeschlagen geblieben. (APA, 7.2. 2014)

Mögliche Aufstellungen und technische Daten:

WAC - FC Wacker Innsbruck (Klagenfurt, Wörthersee-Stadion, 19.00 Uhr, SR Hameter). Bisherige Saisonergebnisse: 1:1 (h), 2:1 (a)

WAC: Dobnik - Standfest, Sollbauer, Rnic, Baldauf - Hüttenbrenner, Putsche - Kerhe, P. Zulj, Gotal - Silvio

Ersatz: Friesacher - Jovanovic, Schwendinger, Seebacher, Micic, Suppan, Falk, Segovia, Polverino

Es fehlen: Jacobo, Ritscher (angeschlagen bzw. im Aufbautraining)

Innsbruck: Safar - Bergmann, Vucur, Djokic, Schilling - Ji-Parana, Piesinger - Schütz, Hinterseer, Wernitznig - R. Wallner

Ersatz: Schober - Kofler, Hamzic, Gründler, Edomwonghi, Milosevic, Hauser

Es fehlt: Siller (gesperrt)

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