Ried will in Europa-Nähe bleiben

7. Februar 2014, 16:32
2 Postings

Drei Neue starten bei Oberösterreichern gegen Wiener Neustadt - Niederösterreicher "weiter als im Herbst"

Ried im Innkreis/Wiener Neustadt - Die SV Ried ist als Fünfter mit nur zwei Punkten Rückstand auf den Dritten Rapid voll im Rennen um die Europacup-Plätze in der Fußball-Bundesliga. Zum Frühjahrsstart gilt es für die Angerschmid-Truppe, sich gegen den Achten SC Wiener Neustadt am Samstag (19.00 Uhr) keine Blöße zu geben. Die Niederösterreicher sind ein Lieblingsgegner der Rieder, die im direkten Duell 14 Spiele ungeschlagen sind.

Diese Saison gab es in den beiden Aufeinandertreffen noch keinen Sieger, eine ausgeglichene Partie ist daher nicht unwahrscheinlich. Ein Vorteil der Wiener Neustädter könnte sein, dass sie schon eine Partie in den Beinen haben. "Es war aber nur ein Spiel, das ist nicht so ausschlaggebend", ist Michael Angerschmid überzeugt. Der Ried-Trainer verfolgte das 1:5 Wiener Neustadts gegen Salzburg vor Ort. "Sie haben Salzburg weit vorne attackiert, gepresst, dadurch hat es aber hinten auch viel Raum gegeben. Ich rechne damit, dass sie auch gegen uns so spielen", sagte der Oberösterreicher.

In seiner Mannschaft werden mit Innenverteidiger Harald Pichler, Mittelfeldspieler Jan Zwischenbrugger und dem spanischen Offensivakteur Gerard Oliva gleich drei neue Spieler beginnen. "Sie haben einen ganz guten Eindruck gemacht", erklärte Angerschmid. Die Zielsetzung der Innviertler ist klar: "Es wäre wichtig mit einem Dreier zu starten, dann weißt du, dass du im Europacuprennen voll dabei bist."

Das Positivum der Niederlage

Die Niederösterreicher nahmen im Nachtragsspiel der 19. Runde zwar keine Punkte mit, allerdings doch auch Positives. "In gewissen Situationen sind kleine individuelle Fehler bestraft worden, wir haben aber gesehen, dass wir näher an sie herangekommen sind", sagte Trainer Heimo Pfeifenberger. Die dritte herbe Saisonschlappe gegen die Salzburger habe deshalb keine negativen Auswirkungen gehabt. "Die Spieler machen einen guten Eindruck, sind gut drauf. Die Mannschaft ist weiter als im Herbst", ist der 47-Jährige überzeugt.

Im zweiten Anlauf 2014 soll es auch mit Punkten klappen. "Wir wissen natürlich, dass es ein schweres Auswärtsspiel wird, ich glaube aber, dass wir etwas holen können", meinte Pfeifenberger. Einen Sieg (2:0 zu Hause) schafften die Wiener Neustädter gegen Ried zuletzt am 24. April 2010. "Bis jetzt ist es gegen sie nicht so glücklich gelaufen", weiß auch Pfeifenberger. Das war auch im Herbst der Fall, beim 3:3 am 26. Oktober in Wiener Neustadt rettete Sandro den Riedern mit seinem Tor in Minute 92 gerade noch einen Punkt. In Ried gab es ein 1:1-Remis.

"Die Rieder spielen daheim sehr gut nach vorne, das gilt es zu unterbinden", kannte Pfeifenberger das Erfolgsrezept. Ungewiss war am Freitag noch der Einsatz des krank gewesenen Jürgen Säumel, der am Freitag leicht mittrainierte. Für den gesperrten Remo Mally dürfte Manuel Wallner in die Innenverteidigung rücken, an vorderster Front deutete vieles auf den Einsatz von Thomas Pichlmann hin. (APA, 7.2. 2014)

Mögliche Aufstellungen und technische Daten:

SV Ried - SC Wiener Neustadt (Ried, Keine-Sorgen-Arena, Samstag, 19.00 Uhr, SR Harkam). Bisherige Saisonergebnisse: 1:1 (h), 3:3 (a)

Ried: Gebauer - Hinum, Reifeltshammer, Pichler, A. Schicker - Trauner, Zwischenbrugger - Vastic, Oliva, Möschl - Gartler

Ersatz: Höbarth - Janeczek, Burghuber, Kragl, Perstaller, Sandro, Kreuzer

Es fehlen: Walch (gesperrt), Riegler, Wieser, Reiter (alle verletzt bzw. im Aufbautraining), Ziegl (Amateure)

Wiener Neustadt: Vollnhofer - Pollhammer, Mimm, M. Wallner, Stangl - M. Koch, Säumel/Hlinka - Dobras, Rauter, Rakowitz - Pichlmann

Ersatz: Glänzer - Sereinig, Berger, Freitag, Th. Fröschl, Witteveen, Maderner

Fraglich: Säumel (krank)

Es fehlen: Mally (gesperrt), Angeler, Rottensteiner, Terzic, Schöpf, Siebenhandl (alle verletzt oder angeschlagen)

Share if you care.