Sturm und Admira und das Momentum

7. Februar 2014, 16:28
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Niederösterreicher im Abstiegskampf, Grazer nach enttäuschendem Herbst gefordert

Graz/Maria Enzersdorf - Einen guten Start ins Fußball-Bundesliga-Frühjahr haben Admira Wacker Mödling und Sturm Graz am Samstag (19.00 Uhr) im direkten Duell bitter nötig. Die nur einen Punkt vor Wacker Innsbruck liegenden Niederösterreicher wollen auf keinen Fall im Spiel eins 2014 gleich wieder die "Rote Laterne" übernehmen. Für die Steirer geht es darum, in der BSFZ-Arena den Anschluss an die Europacupränge zu wahren.

Für die zu Hause zuletzt dreimal siegreich gebliebenen Admiraner gab es in der Vorbereitung durch die Rückgabe von drei der acht abgezogenen Punkte positive Nachrichten und den Vorstoß auf Rang neun. Jetzt wollen sie aus eigener Kraft den nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. "Das Auftaktspiel ist unheimlich wichtig. Da wäre es gut, gleich ein Erfolgserlebnis zu feiern", ist sich Admira-Trainer Walter Knaller bewusst.

Die Admiraner sind gegen die Grazer vier Partien ungeschlagen, diese Saison gab es in der Südstadt ein 1:1, in Graz einen 2:0-Sieg. "Es gibt Gegner, die einem auf den ersten Blick besser liegen, aber im Endeffekt geht es immer nur um das eine Spiel und drei Punkte und da hilft einem keine Statistik. Wichtig ist die richtige Performance auf dem Platz", sprach Knaller Klartext. Der Admira-Trainer erwartete eine gegenüber dem Herbst verbesserte Sturm-Mannschaft. "Sturm hat sich gefunden, es ergibt sich ein homogeneres Bild", sagte der 56-Jährige über den Gegner.

Allerdings habe sich auch seine eigene Mannschaft, die nach dem Sturm-Spiel auf Rapid und Salzburg trifft, in den vergangenen Wochen gut weiterentwickelt. "Wir haben an einigen Rädern gedreht und sind zuversichtlich", blickte Knaller optimistisch voraus. Bis auf die angeschlagenen Daniel Toth und Bernhard Schachner können die Admiraner aus dem Vollen schöpfen, Neo-Stürmer Benjamin Sulimani bleibt vorerst die "Joker-Rolle". Weiter zur Verfügung steht auch Leistungsträger Stefan Schwab, der in der Transferzeit Anfragen von zwei Clubs ablehnte.

Bei den Steirern, die die Herbstsaison mit einem 2:0-Sieg gegen Rapid abschlossen, stehen alle Stammkräfte zur Verfügung. Da der Trainingsplatz in Graz nicht geräumt ist, stimmte sich die Milanic-Truppe in Moravske Toplice in Slowenien am Donnerstag und Freitag auf die Partie ein. "Die Spieler haben in jedem Training 100 Prozent gegeben, sind konzentriert und das jeden Tag. Die Mannschaft hat extreme Fortschritte gemacht", zog Sturms Trainer nach der Vorbereitung zufrieden Bilanz.

Das im Training Erlernte gelte es nun gegen die Admira umzusetzen. "Die Admira wird so spielen, wie wir sie schon kennen. Wenn sie Platz und Zeit haben, dann sind sie gefährlich", ist sich Milanic bewusst. Das gelte es zu unterbinden. Fix in der Mannschaft stehen wird Manuel Weber. "Für uns ist es wichtig, die Trainingsleistungen jetzt zu bestätigen. Die Admira hat viel Potenzial in der Offensive, wir müssen ihnen unser Spiel aufzwingen", sagte der Mittelfeldspieler, dessen Zukunft über den Sommer hinaus noch offen ist. (APA, 7.2. 2014)

Mögliche Aufstellungen und technische Daten:

SV Ried - SC Wiener Neustadt (Ried, Keine-Sorgen-Arena, Samstag, 19.00 Uhr, SR Harkam). Bisherige Saisonergebnisse: 1:1 (h), 3:3 (a)

Ried: Gebauer - Hinum, Reifeltshammer, Pichler, A. Schicker - Trauner, Zwischenbrugger - Vastic, Oliva, Möschl - Gartler

Ersatz: Höbarth - Janeczek, Burghuber, Kragl, Perstaller, Sandro, Kreuzer

Es fehlen: Walch (gesperrt), Riegler, Wieser, Reiter (alle verletzt bzw. im Aufbautraining), Ziegl (Amateure)

Wiener Neustadt: Vollnhofer - Pollhammer, Mimm, M. Wallner, Stangl - M. Koch, Säumel/Hlinka - Dobras, Rauter, Rakowitz - Pichlmann

Ersatz: Glänzer - Sereinig, Berger, Freitag, Th. Fröschl, Witteveen, Maderner

Fraglich: Säumel (krank)

Es fehlen: Mally (gesperrt), Angeler, Rottensteiner, Terzic, Schöpf, Siebenhandl (alle verletzt oder angeschlagen)

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