"Dungeon Keeper": EA erschwert kritische Bewertungen

7. Februar 2014, 11:59
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Einblendung leitet nur bei Höchstwertung zu Bewertungsformular im Play Store weiter

Zur breiten Kritik an EAs mobiler Umsetzung des Aufbauklassikers "Dungeon Keeper" gesellt sich ein neues Detail.

Wie Spieler festgestellt haben, behandelt der Ingame-Mechanismus, der die Spieler zur Bewertung des Titels im Play Store auffordert, niedrigere Wertungen anders als hohe. Auch dies sorgt nun für Aufregung.

Nur Höchstwertung führt zu Google Play

So hat sich herausgestellt, dass beim Auswählen des maximal möglichen Scores von fünf Sternen der Spieler ohne Umschweifen zum Bewertungsformular auf Googles Android-Marktplatz weitergeleitet wird. Wählt man hingegen eine Wertung von eins bis vier Sternen, erscheint ein Fenster mit der Frage "Was wäre nötig, um aus 'Dungeon Keeper' ein Fünf-Sterne-Spiel zu machen?".

Darunter befinden sich zwei Schaltflächen, wie Pocketgamer berichtet. Eine davon startet die E-Mail-App, damit der Spieler seine Antwort an EA schicken kann. Die zweite, "Nicht jetzt", bricht den Bewertungsvorgang ab.

Möglicherweise verzerrend

Dies führt dazu, dass über diesen Weg wahrscheinlich der Anteil an hohen Wertungen möglicherweise künstlich erhöht wird. Wertungen unterhalb von fünf Sternen kann der User nur abgeben, wenn er in "Dungeon Keeper" zuerst die Höchstzahl wählt und in Play Store aber eine andere Punktezahl vergibt – oder das Bewertungsformular gleich über den Marktplatz aufruft.

EA nimmt Stellung

Auf letztere Möglichkeit verweist auch EA Mobile laut Eurogamer in seiner Stellungnahme. "Wir suchen immer nach neuen Möglichkeiten, Feedback von Spielern zu erhalten, um unsere Spiele verbessern zu können", heißt es dort. Das Bewertungsfeature in "Dungeon Keeper" soll eben dazu dienen – über den Play Store könne man ohnehin jede beliebige Wertung abgeben.

Auch zur Kritik am Spielerlebnis an sich – das Game wurde fast durch die Bank mit extrem niedrigen Wertungen abgestraft – gibt es nun ebenfalls ein Statement. Gegenüber Tab Times erklärt der verantwortliche Senior Producer Jeff Skalski, dass der Titel nicht wie ein klassisches Computerspiel funktioniert, sondern dem klassischen Schema für Free2Play-Games für Mobilgeräte folgt.

"Kein Pay2Win"

Man habe das Strategiespiel nicht als "Pay to win" gestaltet, sondern ermögliche prinzipiell den Zugriff auf alle Inhalte, ohne einen einzigen Cent zu investieren. Da man allerdings als Entwickler trotzdem daran verdienen muss, wählte man die Verkürzung von Wartezeiten als Hebel für Mikrotransaktionen. Spiele als "Pay to Download" – einmalige Zahlung für alle Inhalte – würde es zudem stark erschweren, neue User anzuziehen. (gpi, derStandard.at, 07.02.2014)

  • Wählt man 1-4 Sterne aus...
    foto: ea

    Wählt man 1-4 Sterne aus...

  • ...wird man nicht zum Play Store weitergeleitet, sondern kann nur EA eine E-Mail mit Feedback schicken.
    foto: ea

    ...wird man nicht zum Play Store weitergeleitet, sondern kann nur EA eine E-Mail mit Feedback schicken.

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