Europas Leitbörsen schließen im Plus

7. Februar 2014, 18:41
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Frankfurt am Main - Die europäischen Leitbörsen sind am Freitag nach einem bewegten Handelstag einheitlich mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 erhöhte sich um 27,70 Einheiten oder 0,92 Prozent auf 3.038,49 Zähler.

Auch am Ende des Handelstages verblieben alle europäischen Leitbörsen in der Gewinnzone. Mögliche negative Impulse hätten kaum Einfluss auf das positive Sentiment der Anleger gehabt, sagten Marktbeobachter. In Deutschland haben die Firmen ihre Produktion im Dezember überraschend heruntergefahren. Die Betriebe stellten 0,6 Prozent weniger her als im Vormonat. Ökonomen hatten eine Zunahme erwartet.

Auch die US-Arbeitsmarktdaten konnten keinen Einfluss nehmen. Aufgrund der Kältewelle in den USA im Jänner waren überraschend wenig Stellen geschaffen worden. Bloß 113.000 neue Jobs sind entstanden, Experten hatten mit 185.000 neuen Jobs gerechnet.

Im Euro-Stoxx-50 gingen die Papiere von Unicredit deutlich in der Gewinnzone aus dem Handel. Sie legten um 3,55 Prozent auf 5,69 Euro zu. Intesa Sanpaolo notierten mit einem knappen Aufschlag von 0,10 Prozent. Insidern zufolge wollen die beiden Großbanken einen gemeinsamen Fonds errichten, in dem ihre faulen Kredite ausgelagert werden sollen.

Daimler schlossen mit einem Plus von 1,70 Prozent bei 63,54 Euro. Der deutsche Autobauer hatte 2013 geschwächelt. Mit einem ehrgeizigen Sparprogramm will Daimler in diesem Jahr die Trendwende schaffen. Der Vertrag von Konzernlenker Dieter Zetsche soll laut "Handelsblatt" verlängert werden.

Im Frankfurter DAX legten ThyssenKrupp um 2,48 Prozent auf 19,245 Euro zu. Die Papiere des schwächelnden Stahlkonzerns wurden - wie die meisten Papiere der Branche - von der Einschätzung durch ArcelorMittal beflügelt, dass die weltweite Stahlnachfrage anzieht. Die Aktien des Stahlriesen ArcelorMittal gewannen in Amsterdam 0,81 Prozent auf 12,495 Euro.

An der Stockholmer Börse beendeten Tele2-Anteilsscheine als Indexsieger den Handelstag mit einem Plus von 3,92 Prozent bei 74,20 schwedischen Kronen. Berichten zufolge sei der schwedische Telekomkonzern mit Hutchison Whampoa in Gesprächen. Der chinesische Riese will laut Insidern die Schweden übernehmen.

An der Londoner Börse sprangen Vedanta Resources um 4,26 Prozent auf 857,50 Pence hoch. Die Bank of America hatte das Votum für die Aktien des britischen Bergbaukonzerns von "Neutral" auf "Buy" heraufgeschraubt. Laut Bank of America reflektiere der Aktienkurs bereits die Sorgen, dass die indische Rupie weiterhin schwächer werde. Vedanta baut in Indien Eisenerz und in Sambia Kupfer ab. (APA, 7.2.2014)

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