Das Abfahrts-Quartett ist fixiert

7. Februar 2014, 09:20
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Klaus Kröll und Georg Streitberger setzen sich im Kampf um die zwei verbliebenen Tickets durch - Mayer Schnellster im zweiten Training

Krasnaja Poljana - Skifahrende May(i)ers österreichischer Herkunft waren bei Olympischen Spielen in der Vergangenheit durchaus erfolgreich. Da gab es Helmut Mayer. Er gewann Silber 1988 im Super-G. Dann Christian Mayer (mit zuvor Genanntem nicht verwandt oder verschwägert), er holte Bronze im Riesenslalom 1994 und Bronze in der Kombination 1998. Und dann natürlich Hermann Maier: zweimal Gold in Nagano 1998 (Super-G und Riesenslalom) sowie Super-G-Silber und Riesenslalom-Bronze in Turin 2006.

Und jetzt ist da Matthias Mayer, der Sohn Helmuts. Bisher noch nicht olympisch aufgefallen, da auch noch nicht eingesetzt. Im Weltcup heuer zweimal Zweiter in einem Super-G, in der Abfahrt noch nie auf dem Podest. Trotzdem ist er es, auf dem vor allem Österreichs Hoffnungen am Sonntag (8, Liveticker derStandard.at) ruhen. Nach Platz drei am Donnerstag fuhr der Kärntner am Freitag Trainingsbestzeit in Krasnaja Poljana. Auch die Konkurrenz stuft Mayer nun neben dem Norweger Aksel Lund Svindal, heuer zweifacher Abfahrtssieger, und dem US-Amerikaner Bode Miller, am Donnerstag Schnellster, als einen der großen Favoriten ein.

Drei Favoriten

"Die wollen mir doch nur die Rolle des Favoriten in die Schuhe schieben" , sagt der 23-Jährige. Und: "Training ist Training, und Rennen ist Rennen." Für einige aus dem ÖSV-Team war aber das Training schon ein Rennen. Da nur Mayer und Max Franz (am Freitag Siebenter) einen Fixplatz für die Abfahrt hatten, mussten sich Romed Baumann, Otmar Striedinger, Joachim Puchner, Klaus Kröll und Georg Streitberger um die restlichen beiden Plätze streiten. Für die beiden Letzteren reichte es schließlich. Für Kröll sogar souverän. Der Steirer belegte hinter dem Schweizer Carlo Janka und zeitgleich mit Svindal Rang drei. Streitberger hingegen war als Zwölfter nur 0,06 Sekunden schneller als Striedinger, und 0,22 Sekunden schneller als Baumann. Nur Puchner, der erst als Ersatz für den verletzten Kitzbühel-Sieger Hannes Reichelt nachnominiert worden war, fuhr um 1,55 Sekunden am Ticket vorbei. Während sich Franz, Kröll und Streitberger im Rennen noch zu steigern versuchen, will Mayer probieren, seine Trainingsleistungen "am Sonntag umzusetzen".

Die von Bernhard Russi konzipierte Olympia-Abfahrt trifft jedenfalls Mayers Geschmack. "Die Strecke taugt mir." Durch die Tatsache, dass die Abfahrt neu sei, habe eben auch ein Junger wie er eine realistische Chance. "Da haben alle die gleichen Voraussetzungen, die Karten werden neu gemischt." (rie, APA, 7.2.2014)

Herren-Abfahrtstraining, Freitag
(Letztes Training am Samstag, 8 Uhr, Rennen am Sonntag, 8 Uhr)

1. Matthias Mayer (AUT) 2:06,51 Min.
2. Carlo Janka (SUI) +0,27 Sek.
3. Aksel Lund Svindal (NOR) und Klaus Kröll (AUT) 0,55
5. Peter Fill (ITA) 0,62
6. Bode Miller (USA) 0,64
7. Max Franz (AUT) 0,85
8. Kjetil Jansrud (NOR) 1,01
9. Didier Defago (SUI) 1,35
10. Brice Roger (FRA) 1,39

Weiters:
12. Georg Streitberger 1,57
13. Otmar Striedinger 1,63
16. Romed Baumann 1,79
33. Joachim Puchner (alle AUT) 3,12

  • Matthias Mayer im Wald.
    foto: reuters/rellandini

    Matthias Mayer im Wald.

  • Georg Streitberger, Max Franz, Matthias Mayer und Klaus Kröll.
    foto: apa/techt

    Georg Streitberger, Max Franz, Matthias Mayer und Klaus Kröll.

  • Muss auch dabei sein: Javier Simari Birkner aus Argentinien.
    foto: apa/ap/bruno

    Muss auch dabei sein: Javier Simari Birkner aus Argentinien.

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