Google und Co heuern NSA-Lobbyisten an

7. Februar 2014, 09:03
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Koalition aus großen Internetkonzernen inklusive Apple, Facebook und Microsoft möchte verstärkt gegen Überwachung auftreten

Mehrere große US-Konzerne hatten bereits vor Monaten ihre Kräfte gebündelt, um gemeinsam gegen die massive Überwachung durch die NSA vorzugehen. Sie befürchteten Imageschäden und einen Verlust an Vertrauen ihrer Kunden, sollten sie als Komplizen des US-Geheimdienstes wahrgenommen werden. Die sogenannte "Reform Government Surveillance"-Gruppe besteht aus Apple, Google, Facebook, AOL, LinkedIn, Microsoft und Yahoo.

Microsoft empfiehlt Lobbyisten

Die Firmen haben nun laut Politico gemeinsam eine Lobbying-Firma in Washington beauftragt, die"Monument Policy Group". Die Firma verfügt über Erfahrung im IT-Lobbying, vertritt schon individuelle Interessen von Microsoft und LinkedIn.

Twitter sieht Verfassungsbruch

Die verschiedenen Unternehmen hatten in den letzten Monaten immer stärker gegen die Praktiken der US-Regierung protestiert. Ein erster Erfolg für die Tech-Koalition war die Erlaubnis, offizielle Zahlen zu NSA-Anfragen zu veröffentlichen – wenn auch mit einigen Einschränkungen. Gegen diese sprach sich erst vor kurzem Twitter aus: In einem Blogeintrag warf der Nachrichtendienst den Behörden vor, durch die Regelungen "gegen das First Amendment der freien Meinungsäußerung und offenen Diskussion von Regierungsangelegenheiten zu verstoßen." (red, derStandard.at, 7.2.2014)

Links:

Politico

  • Eine erfahrene Lobbying-Gruppe soll die NSA-Politik von Kongress und Präsident Obama beeinflussen
    foto: reuters/jason reed

    Eine erfahrene Lobbying-Gruppe soll die NSA-Politik von Kongress und Präsident Obama beeinflussen

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