Olympia: Googles Regenbogenprotest gegen Putin

7. Februar 2014, 08:48
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Neuer Doodle und Hinweis auf Menschenrechtscharta zur Eröffnung der Olympischen Spiele

Die 22. Olympischen Spiele im russischen Sotschi stehen kurz vor ihrer Eröffnung. Und schon lange stand das sportliche Großevent nicht mehr so ausführlich unter öffentlicher Kritik wie die diesjährige Ausgabe. Dies liegt nicht zuletzt an der politischen Situation in Russland, vor allem die Gesetze gegen Homosexuelle, Bisexuelle oder auch Transgender sorgen regelmäßig für Empörung.

Regenbogen

Das hat Google zum Anlass genommen, um ungewohnt deutlich politisch Stellung zu beziehen: Rechtzeitig zur Eröffnung der Olympischen Spiele ziert aktuell ein neues "Doodle" in Regenbogenfarben die Startseite des Unternehmens. Und falls jemand die Anspielung in Form des angepassten Logos noch nicht verstanden hat, hat Google auch noch ein Zitat aus der Olympischen Charta daruntergepackt:

"Die Ausübung von Sport ist ein Menschenrecht. Im Sinne des olympischen Gedankens muss jeder Mensch die Möglichkeit zur Ausübung von Sport ohne Diskriminierung jeglicher Art haben. Dies erfordert gegenseitiges Verstehen im Geist von Freundschaft, Solidarität und Fairplay."

Position

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Google in dieser Frage eindeutig positioniert. Das Unternehmen beteiligt sich seit mehreren Jahren mit eigenen Blöcken oder Wägen an diversen Gay-Pride-Umzügen. (Andreas Proschofsky, derStandard.at, 7.2.2014)

  • Das neue Google-Doodle zu den Olympischen Spielen ist weltweit platziert - und damit auch bei der Russischen Varianten der Suchmaschine unübersehbar.
    screenshot: derstandard.at

    Das neue Google-Doodle zu den Olympischen Spielen ist weltweit platziert - und damit auch bei der Russischen Varianten der Suchmaschine unübersehbar.

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