Freund stellt sich bei roten Gewerkschaftern vor

6. Februar 2014, 14:05
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Bemühungen um zweite Chance nach Fauxpas in Sachen Arbeitergehälter

Die SPÖ bemüht sich derzeit, ihren Spitzenkandidaten für die EU-Wahl Eugen Freund in der eigenen Partei bekannt zu machen. Ein etwas delikater Termin steht dabei nächsten Dienstag an. Freund stellt sich dem Vorstand der Fraktion sozialdemokratischer Gewerkschafter. Bei der FSG war hinter vorgehaltener Hand Freunds Unkenntnis der Höhe eines Arbeitergehalts kritisiert worden.

"Am Anfang dürfen Fehler passieren"

Nach außen hatte die FSG freilich Geschlossenheit demonstriert. Ihr Vorsitzender Wolfgang Katzian war zwar "nicht froh", meinte aber, am Anfang dürften schon Fehler passieren. Auch ÖGB-Vizepräsidentin Sabine Oberhauser wollte Freund eine zweite Chance geben. Bau/Holz-Gewerkschaftschef Beppo Muchitsch spielte den Fauxpas des Neo-Politikers ebenso herunter wie der Vorsitzende der pro-ge Rainer Wimmer.

Keine Geschlossenheit in den hinteren Reihen

In den hinteren Reihen war dagegen doch von dem ein oder anderen über Freunds eigenwillige Aussagen in einem "profil"-Interview gemurrt worden. Denn der Spitzenkandidat schätzte dort das durchschnittliche Arbeitergehalt auf 3.000 Euro und damit rund 1.000 Euro zu hoch und meinte nach der Aufklärung: "Das ist sehr wenig." Er könne aber nichts dafür. Auch sein Klagen, mit einer ASVG-Pension nicht auskommen zu können, sorgte bei Arbeitnehmer-Vertretern für Stirnrunzeln.

Jetzt versucht man diesen Fehlstart schnell vergessen zu machen. Freund soll Gewerkschaftern und Länder-Organisationen beweisen, dass er sehr wohl die richtige Wahl für die Spitzenposition (vor FSG-Vertreterin Evelyn Regner) war. Positioniert werden soll der langjährige Journalist dabei als EU-Erklärer. (APA, 6.2.2014)

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