Briten tasten Leitzins nicht an

6. Februar 2014, 13:19
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Auch Anleihen-Kaufprogramm wird nicht aufgestockt

London - Trotz des konjunkturellen Aufschwungs in Großbritannien hält die Notenbank an ihren niedrigen Zinsen fest. Der Schlüsselzins bleibt auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent, wie die Bank of England am Donnerstag nach der Sitzung des geldpolitischen Ausschusses in London mitteilte. Auch das seit längerem ruhende Anleihen-Kaufprogramm im Volumen von 375 Mrd. Pfund (429 Mrd. Euro) wird nicht aufgestockt.

Mit Spannung warten Experten nun auf den Mitte nächster Woche anstehenden Inflationsausblick, der neue Hinweise zur Zinsstrategie der BoE bringen dürfte.

Zentralbankchef Mark Carney will erst eine Erhöhung ins Auge fassen, wenn sich die wirtschaftliche Lage ausreichend gefestigt hat. An den Märkten wird frühestens Ende des Jahres mit der Zinswende gerechnet. Der Kanadier auf dem BoE-Chefsessel hatte jüngst die bisherige Koppelung der Leitzinsen an die Arbeitslosenquote aufgehoben. Er reagierte damit auf die überraschend schnelle Erholung am Jobmarkt, mit der sich die Prognose der Notenbank als zu pessimistisch erwies.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) traut Großbritannien in diesem Jahr ein Wachstum von 2,4 Prozent zu. Das wäre fast zweieinhalb Mal so viel wie in der Eurozone 2013 wuchs die britische Wirtschaft mit 1,9 Prozent so kräftig wie seit sechs Jahren nicht mehr. (APA, 6.2.2014)

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