Microsoft-Investor: Windows darf keine Priorität haben

6. Februar 2014, 13:18
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Auch Analysten raten dem Softwareriesen, Software für Android und iOS zu produzieren

Laut einem Bloomberg-Bericht macht der Microsoft-Investor und baldige Aufsichtsrat Mason Morfit beim Redmonder Konzern Druck, sich weniger auf Windows zu konzentrieren. Stattdessen solle Microsoft künftig verstärkt Software für Tablets und Smartphones produzieren, so Morfit. Blogger und Microsoft-Experte Paul Thurrot begrüßt diese Strategie.

1,5 Milliarden-Nutzer auf mobilen Endgeräten

"Windows wird in Zukunft weit hinter Android zurückfallen", so Thurrott, "es ist einfach nicht dafür ausgestattet, gut auf mobilen Devices zu funktionieren." Daher solle Microsoft mehr Software für iPads und Tablets anbieten, etwa aus der Office-Reihe. Microsoft hatte bislang aus Angst vor einem weiteren Einbrechen des PC-Markts gezögert, Tablets und Smartphones besser auszurüsten. Thurrot und Investor Morfit betonen jedoch unisono, dass man sich einen 1,5 Milliarden-Nutzer-Markt nicht entgehen lassen dürfe.

Cloud ist wichtiger als Xbox One

Zusätzlich fordert Morfit, Lösungen für Geschäftskunden und die Cloud-Sparte gegenüber der Xbox One in den Vordergrund zu stellen. Der künftige Aufsichtsrat dürfte nicht auf taube Ohren stoßen: Der US-Konzern hatte bereits 2013 angekündigt, in nächster Zeit eine neue, per Touch-Steuerung bedienbare Office-Version für mobile Endgeräte zu programmieren. Die aktuellen Scharmützel könnten die Entwicklung um einiges beschleunigen. (fas, derStandard.at, 6.2.2014)

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Bloomberg

  • Microsoft soll verstärkt für iOS und Android produzieren - so ein künftiges Vorstandsmitglied
    foto: reuters/dado ruvic

    Microsoft soll verstärkt für iOS und Android produzieren - so ein künftiges Vorstandsmitglied

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