"Erbarmen": Kriminelle Dutzendware

5. Februar 2014, 18:04
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Der skandinavische Krimi, inszeniert von Mikkel Nørgaard, basiert auf einem Roman des populären Jussi Adler-Olsen

Der Kriminalbeamte Carl Mørck hat von einem verheerenden Einsatz seelische Blessuren davongetragen. Sein Chef schickt ihn also zum Aktenschlichten. Aber eine kleine Ungereimtheit bei einem alten Fall und ein unerwartet aufgeweckter Kollege sorgen bald dafür, dass Mørck unerlaubte Nachforschungen anstellt.

Krimis aus Skandinavien haben längst das Fernsehen erobert und etwa mit Kommissarin Lund oder Die Brücke Maßstäbe gesetzt. "Erbarmen" / "Kvinden i buret", inszeniert von Mikkel Nørgaard, basiert nun auf einem Roman des enorm populären Jussi Adler-Olsen. Leider reicht der Film in keiner Weise an die genannten TV-Serien heran: Traumatisierte, einzelgängerische Ermittler gibt es ja schon zur Genüge, Mørck hebt sich da nicht wirklich ab. Das von Rückblenden durchsetzte Krimirätsel - eine Rachegeschichte - und die formale Umsetzung sind maximal Dutzendware. (irr, DER STANDARD, 6.2.2014)

  • Ein Ermittler, der sich nicht abschütteln lässt: Nikolaj Lie Kaas als Carl Mørck.
    foto: luna filmverleih

    Ein Ermittler, der sich nicht abschütteln lässt: Nikolaj Lie Kaas als Carl Mørck.

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