13-Jähriger in Graz mit Gasdruckpistole schwer verletzt

5. Februar 2014, 15:16
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Projektil blieb im Kieferknochen stecken - Buben glaubten zunächst an Hautabschürfung

Graz - In Graz hat ein 16-jähriger Jugendlicher seinen jüngeren Freund mit einer Gasdruckpistole schwer verletzt. Offenbar beim Herumspielen mit der Waffe in der Wohnung löste sich ein Schuss und das Projektil drang in den Kiefer des 13-Jährigen ein.

Der Vorfall hat sich laut Polizeiangaben vom Mittwoch in den frühen Morgenstunden des Montags in Graz-Geidorf ereignet. Der 13-Jährige, der in einem Jugendwohnheim bei Graz wohnt, hielt sich ohne Wissen seiner Erziehungsberechtigten bei seinem 16-jährigen Freund auf, der im Mehrparteienhaus seiner Eltern eine eigene Wohnung bewohnt. Zu fortgeschrittener Stunde hantierte der 16-Jährige mit einer Gasdruckpistole und schoss mehrmals auf einen Block aus Knetmasse. Gegen 3.00 Uhr kam es dann zu dem Unfall: Der Ältere hielt die Waffe in Richtung seines Freundes und drückte ab - wie er später beteuerte, aus Versehen und ohne Absicht. Das Projektil, ein sogenanntes "Diabolo", drang über die linke Wange des 13-Jährigen in die Kieferhöhle ein und blieb im Kieferknochen stecken.

Was wirklich passiert war, stellte sich erst am folgenden Tag heraus, als der 13-Jährige sich seiner Mutter anvertraute. Zunächst hatten er und sein Freund nämlich angenommen, er habe nur eine Hausabschürfung davongetragen. Der Bub wurde ins LKH Graz eingeliefert, wo ihm das Vier-Millimeter-Projektil herausoperiert wurde. Der Schütze wurde wegen schwerer Körperverletzung und Vergehen nach dem Waffengesetz angezeigt. (APA, 5.2.2014)

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