Sotschi: Journalisten twittern über desolate Hotelanlagen

5. Februar 2014, 15:27
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Braunes Leitungswasser und fehlende Heizung: Reporter berichten auf Twitter von ihrer Ankunft im Olympia-Ort

Nur wenige Stunden vor der offiziellen Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Sotschi zeigen Tweets eintreffender Journalisten, dass die Fertigstellung der Hotelanlagen mehr schlecht als recht erfolgte. Laut offiziellen Berichten sollen zwei Drittel der Aufenthaltsorte für Medienvertreter fertig sein, Journalisten vor Ort bezweifeln das. Die besten Tweets wurden nun von der Washington Post gesammelt.

CNN: Nur einer von elf Räumen fertig

So erzählt ein Produzent des US-Nachrichtensenders CNN, dass nur einer von elf gebuchten Räumen für sein Team bezugsfähig sei. Auf Twitter reagiert der zuständige russische Offizielle mit den Worten, um wieder Glauben zu erlangen, solle der CNN-Produzent sich einfach nur umdrehen und die schöne Berge betrachten.

Bitte nicht spülen

Ein deutscher Fotograf berichtet von "streunenden Hunden" in seiner Hotelanlagen, andere von braunem Leitungswasser, nicht-funktionierender Heizung und kaputten Liftanlagen. In der Mehrzahl der Unterkünfte sind zumindest gewisse Teile der Anlage wie Lobbies oder Aufenthaltsräume noch nicht fertiggestellt.

Teuerste Spiele aller Zeiten

Damit häufen sich die Anzeichen dafür, dass Sotschi entgegen Versprechungen von russischer Regierung und Olympischem Komitee doch nicht bereit für die Abhaltung der Spiele sei. Die Spiele von Sotschi gelten schon jetzt als das teuerste Olympia aller Zeiten, die Kosten sollen bei über 50 Milliarden US-Dollar liegen. Offizieller Beginn der Spiele ist Freitag, 7.2., 11:00 Uhr. (fas, derStandard.at, 5.2.2014)

  • Eine amerikanische Journalistin zeigt das "Leitungswasser" ihres Hotels
    foto: screenshot/twitter

    Eine amerikanische Journalistin zeigt das "Leitungswasser" ihres Hotels

  • Für einen Journalisten die größte Überraschung in Sotschi: "Bitte spülen Sie Toilettenpapier nicht runter - Werfen Sie es in den Papierkorb"
    foto: screenshot/twitter

    Für einen Journalisten die größte Überraschung in Sotschi: "Bitte spülen Sie Toilettenpapier nicht runter - Werfen Sie es in den Papierkorb"

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