Winterwetter: NÖ Feuerwehren errichten Satellitennetz in Slowenien

5. Februar 2014, 14:04
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Motivation der Truppe "enorm" hoch

120 niederösterreichische Feuerwehrleute haben am Mittwoch ihren winterlichen Hilfseinsatz in Slowenien fortgesetzt. Im Laufe des Tages werden zwei Satellitenstationen eingerichtet, die nach dem Stromausfall die Einsatzkommunikation erleichtern sollen. Rund 25.000 Einwohner konnten in der Zwischenzeit wieder mit Wasser, Heizung und Strom versorgt werden, teilte Sprecher Franz Resperger mit.

Durch den Aufbau der Satellitenanlagen wird es möglich sein, wieder alle Einheiten in den Katastrophengebieten per Telefon und Internet zu erreichen. Betrieben werden sie mit eigenen Stromgeneratoren der niederösterreichischen Feuerwehr. Um auch den eingeschränkten Funkverkehr zu verbessern, werden zudem Spezialisten eine sogenannte mobile Funkzelle am höchsten Berg in der Einsatzregion stationieren.

23 Notstromaggregate

Insgesamt laufen derzeit 23 Notstromaggregate der Feuerwehr. Die ersten Mannschaften werden am Nachmittag gegen neue Kräfte aus Niederösterreich ausgetauscht. Allerdings nicht so viele wie geplant, da einige Feuerwehrleute ihren Urlaub freiwillig verlängert haben. Die Motivation der Truppe sei "enorm" hoch, so Resperger.

Die Niederösterreicher seien auch damit beschäftigt, die umgestürzten Strommasten mit Kranfahrzeugen wieder aufzustellen bzw. abgebrochene Bäume zu zerschneiden, die auf Häuser, Firmen und Industriehalle umgestürzt waren. Der Einsatz werde insgesamt zwei Wochen dauern. Die Dankbarkeit der slowenischen Bevölkerung sei "beeindruckend" groß: Die Einsatzkräfte würden hupend und winkend begrüßt, die Männer mit warmen Speisen und Getränken versorgt, beschrieb der Sprecher die Lage.

Bereits am Montag hatten die 120 Feuerwehrleute eine ganze Ortschaft in Vitanje und ein Krankenhaus in Postonja wieder mit Strom versorgt. Eisregen hatte im Nachbarland zu massiven Stromausfällen geführt. (APA, 5.2. 2014)

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