Filmfonds Wien: Deix- und Schiele-Filme werden gefördert

5. Februar 2014, 12:37
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Insgesamt neun Werke mit Herstellungsförderung von 2,67 Mio. Euro bedacht - 50.000 Euro Projektentwicklung für Seidl und Boote

Wien - Manfred Deix als vollaniminierte 3D-Figur und Egon Schiele als Liebhaber der Frauen haben den Wiener Filmfonds überzeugt. Die beiden entsprechenden Filme wurden bei der ersten Jurysitzung des Jahres neben sieben weiteren Werke mit einer Herstellungsförderung von insgesamt 2,67 Mio. Euro bedacht. Überdies dürfen sich Ulrich Seidl und Werner Boote um 50.000 Euro Projektentwicklung freuen.

Nach einem Drehbuch von Rupert Henning zeigt Regisseur Nils Engler unter grafischer Oberaufsicht des Porträtierten mit dem Animationsfilm "Rotzbub" das Leben von Manfred Deix. Um einen Spielfilm handelt es sich hingegen bei "Egon Schiele. Tod und Mädchen", bei dem Hilde Berger und Dieter Berner sich den "Frauengeschichten" des Malers widmen.

Unterstützung für Karl Markovics' "Superwelt"

Auch Sabine Hiebler und Gerhard Ertl erhalten für ihre neueste Regiearbeit Unterstützung. Nach dem Altersdrama "Anfang 80" widmen sie sich, basierend auf Cornelia Travniceks Debütroman, mit "Chucks" einer Coming-of-Age-Geschichte. Karl Markovics' zweiter Spielfilm "Superwelt", in dem er die Begegnung einer Supermarktverkäuferin mit Gott schildert, wurde ebenso für förderungswürdig befunden wie Dominik Hartls Debüt "Charlottes Traum", das wiederum das Erwachsenwerden ins Zentrum rückt.

Fritz Ofner dokumentiert Faszination von Waffen

Stephan Richters Debütfilm "Wir waren da" nimmt sich hingegen den Kremser Fall zum Ausgangspunkt, bei dem ein 14-jähriger Einbrecher von der Polizei erschossen wurde. Fritz Ofner legt mit "Weapon of choice" ein dokumentarisches Essay zur Faszination von Waffen vor, während Anita Natmeßnig mit "Ein Augenblick Leben" die letzten Lebenswochen eines der Protagonisten ihres Films "Zeit zu gehen" schildert.

Und auch Eva Spreitzhofer wird unterstützt, die sich mit "Unter Blinden" der Welt derjenigen nähert, die nicht sehen können. Mit in Summe 50.000 Euro für Projektentwicklung wurden schließlich das Episodenwerk "Constantin Nikolaus Bickermann" von Ulrich Seidl Film und Werner Bootes Dokumentarvorhaben "Mein Kampf. Tabu und Totem" bedacht. (APA, 5.2.2014)

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