Bizarre Hommage an eine Boxkarriere

5. Februar 2014, 12:06
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In Puerto Rico wurde für den Boxer Christopher Rivera eine Totenwache im Ring inszeniert

Ein letztes Mal stand Christopher Rivera im Ring. Doch die Fäuste würde der puertoricanische Boxer nicht mehr sprechen lassen. In voller Montur war er präsent, mit blauen Boxhandschuhen, goldener Kapuze und dunkler Sonnenbrille. Nur: Rivera, genannt "Perrito" (das Hündchen), ist tot. 

Nach Polizeiangaben wurde der 23-Jährige bei einer Schießerei auf offener Straße in der Hauptstadt San Juan getötet. Die Inszenierung war seine Totenwache, die stundenlang vorbereitet wurde. Ein Begräbnis als Hommage an eine Boxerkarriere. Rivera soll sich das von seiner Familie ausdrücklich gewünscht haben.

Riveras ungewöhnlicher Abschied war Teil eines Rituals, das sich in Puerto Rico allmählich zum Trend entwickelt. Bekannt ist diese Art der Totenwache umgangssprachlich als "Muerto parado", ein letzter Abschied als "Stehender Toter".

"Ich weiß, dass die Menschen ihn so in Erinnerung haben werden, als den Boxer, der er war", sagte seine Frau Lidianette Carmona.

Überaus erfolgreich war Rivera nicht. Zeit seines Lebens bestritt der Profiboxer 21 Kämpfe, 15 davon verlor er. (red, derStandard.at, 5.2.2014)

  • Die Totenwache.

  • Die Frau des Boxers, Lidianette Carmona (rechts), seine Mutter Celines Amaro und sein Sohn Julio Christopher posieren mit der Leiche.
    foto: ap/arduengo

    Die Frau des Boxers, Lidianette Carmona (rechts), seine Mutter Celines Amaro und sein Sohn Julio Christopher posieren mit der Leiche.

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