Wenn die Reisekosten explodieren

5. Februar 2014, 11:51
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Fast jede zweite Firma in Deutschland überschreitet das Reisebudget. Industrie und Handel sollen laut einer aktuellen Studie die größten Spesenritter sein.

Ist die Videokonferenz schon am Ende - oder ist das der Beginn ihrer weiteren Verbreitung? In Zeiten der permanenten Kommunikation über sämtliche Kanäle ereilt die Geschäftswelt eine mitunter überraschende Nachricht: Fast jedes zweite Unternehmen in Deutschland überschreitet sein Reisebudget. Das ergab eine von Concur, einem Anbieter von Lösungen zum Reisemanagement in Auftrag gegebene und vom Marktforschungsunternehmen Techconsult durchgeführte Studie.

Durchschnittlich, so die Studie, überschreiten 40 Prozent der Unternehmen ihre Reisekosten; Industrie und Handel sind mit 50 bzw. 49 Prozent Spitzenreiter, heißt es weiter. Gleich dahinter folgen die öffentliche Verwaltung und Non-Profit-Unternehmen mit je 43 Prozent Reisekostenüberschreitungen. Der Dienstleistungsbereich liege bei 32 Prozent und am seltesten werde das Reisebudget bei Energie- und Wasserversorgern überschritten (22 Prozent).

Reisen wird teurer

Reisekosten, ganz allgemein, steigen - offenbar in allen Unternehmen, so zumindest die Studie. Im Gesamtdurchschnitt haben 33 Prozent der Firmen einen Anstieg der Reisekosten im Jahr 2012 verzeichnet, darunter vor allem Banken und Versicherungen (46 Prozent) sowie Industrieunternehmen (41 Prozent). 52 Prozent der Unternehmen geben an, dass ihre Reisekosten gleich geblieben sind, heißt es weiter. 29 Prozent aller Geschäftsreisen seien Auslandsreisen - die meisten davon absolvieren Vertreter der Branchen Industrie (39 Prozent) und Handel (37 Prozent).

Im Durchschnitt überschreiten 14 Prozent der Firmen die Flugkosten, elf Prozent die Bahnkosten, 13 Prozent die Autokosten und 13 Prozent die Übernachtungskosten. Insofern bedenklich, als dieser Kostenblock, nach Gehältern der zweitgrößte kontrollierbare sei. (haa, derStandard.at, 5.2.2014)

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