Hypothekenstreit: US-Banken zahlen Milliarden

5. Februar 2014, 06:15
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Morgan Stanley zahlt Milliardenbetrag in Hypotheken-Streit - JPMorgan zahlt in Vergleich 614 Mio. Dollar wegen Hauskrediten

New York - Die US-Investmentbank Morgan Stanley bringt einen Rechtsstreit um Hypotheken-Papiere hinter sich. Sie zahlt den beiden staatlichen Immobilienfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac insgesamt 1,25 Milliarden Dollar (925 Mio. Euro). Darauf habe sich die Bank mit der zuständigen Aufsichtsbehörde FHFA grundsätzlich verständigt, erklärte Morgan Stanley am Dienstag in einer Börsenmitteilung. Die Großbank JPMorgan Chase zahlt indes in einem Vergleich 614 Millionen Dollar an den Staat, da sie Hauskredite für ein Förderprogramm zu rosig dargestellt habe.

Die Vereinbarung mit Morgan Stanley müsse aber noch von beiden Seiten endgültig abgesegnet werden. Es ist die jüngste Zahlung einer Wall-Street-Bank wegen Hypotheken-Papieren. Investoren wie Fannie Mae und Freddie Mac hatten sich bei dieser Anlageform reihenweise übers Ohr gehauen gefühlt. Der Vorwurf lautet, die Banken hätten die enthaltenen Hauskredite zu rosig dargestellt. In der Finanzkrise war der Wert der Hypotheken-Papiere eingebrochen. Morgan Stanley hatte bereits einen Milliardenbetrag für derartige Streitigkeiten zurückgelegt, muss die Reserven aber um 150 Millionen Dollar aufstocken. Dadurch wird der Gewinn des letzten Jahres rückwirkend geschmälert.

JPMorgan Chase zahlt erneut

Auch die US-Großbank JPMorgan Chase zahlt wegen geschönter Hauskredite abermals eine Millionensumme. Die im Rahmen eines Vergleichs festgelegte Summe betrage 614 Millionen Dollar, teilte das US-Justizministerium am Dienstag in Washington mit. JP Morgan Chase habe eingeräumt, dass mehr als ein Jahrzehnt lang Tausende Kredite bewilligt worden seien, die den Anforderungen der staatlichen Absicherung nicht genügt hätten, teilte das Ministerium mit. Dem Staat seien "substanzielle Verluste" entstanden, als er habe einspringen müssen.

Die Bank erklärte, der Vergleich sei ein weiterer wichtiger Schritt des Unternehmens, den Fall der Hauskredite hinter sich zu lassen. Da für den Vergleich bereits Rücklagen gebildet worden seien, werde sich die Zahlung voraussichtlich nicht massiv auf die Finanzen auswirken. JP Morgan Chase hat bereits mehrfach Strafen wegen geschönter Hauskredite gezahlt. (APA/red, derStandard.at, 5.2.2014)

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