Hirsch Servo: Anfechtung des Verkaufs durch Altaktionär

4. Februar 2014, 18:31
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Wien/Glanegg - Erst im Dezember ist die Schweizer Lifemotion AG beim angeschlagenen Kärntner Verpackungshersteller und Maschinenbauer Hirsch Servo AG eingestiegen. Vor Weihnachten übernahm das Unternehmen 255.000 Aktien von der Hirsch Holding, schoss fünf Mio. Euro ein und übernahm 24 Mio. Euro Bankschulden. Nun ficht der Altaktionär den Aktienverkauf an, wie das Unternehmen am Dienstag ad hoc bekanntgab.

Die Kurt Hirsch Holding GmbH erklärte mit einem Schreiben vom 24. Jänner die Anfechtung sowie Nichtigkeit des mit der Lifemotion S.A. hinsichtlich 255.000 Aktien an der HIRSCH Servo AG geschlossenen Aktienkaufvertrages vom 23. Dezember. Die Holding fordert unter Klagsandrohung dessen Rückabwicklung bis 7. Februar. Die geltend gemachten Rückabwicklungsansprüche werden von Lifemotion zurückgewiesen.

Diese 255.000 Aktien entsprechen 51 Prozent des Grundkapitals an der Hirsch Servo AG. Die Übernahmekommission wurde darüber informiert und hat der Lifemotion die Legung eines Übernahmeangebots für die restlichen Aktien vorgeschrieben. Dies wurde von Lifemotion am 27. Dezember durchgeführt, gleichzeitig hat das Schweizer Unternehmen aber einen Rekurs gegen die Vorschreibung des Pflichtangebots beim Obersten Gerichtshof angekündigt. (APA, 4.2.2014)

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