Voestalpine baut 25 neue Werke in Asien und USA

4. Februar 2014, 17:50
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Wien - Die Voestalpine expandiert verstärkt in Asien und Nordamerika. Mindestens 15 Werke sollen in China dazukommen, kündigte Voest-Chef Wolfgang Eder am Montagabend im Gespräch mit Journalisten in Wien an. Derzeit gebe es Verhandlungen mit chinesischen Behörden über ein Joint Venture für ein zweites Werk, in dem Weichen für schwere Lastzüge hergestellt werden. Das erste Weichenwerk macht 40 bis 100 Mio. Euro Umsatz, das zweite Werk soll auf die gleiche Größe kommen. Bis 2020 will Eder den Umsatz in Asien auf zwei Mrd. Euro verdreifachen.

In Nordamerika - inklusive Mexiko - sollen mindestens zehn neue Werke entstehen und der Umsatz von jetzt 850 Mio. auf drei Mrd. Euro steigen. Dazu soll vor allem das neue Werk im US-Bundesstaat Texas beitragen. Das Investitionsvolumen beträgt 550 Mio. Euro. Das Projekt ist im Zeitplan trotz Verzögerungen durch den Shutdown - wegen Budgetproblemen hatten US-Behörden im Herbst wochenlang geschlossen. Bis Ende März sollen die Umweltprüfungen abgeschlossen sein, sodass ab April gebaut werden könne. Laut Eder gebe es ähnlich hohe Umweltauflagen in den USA wie in Europa - außer beim CO2-Ausstoß. Im Vergleich zu Österreich seien aber "die Prozesse transparenter", schildert Eder. Die Eröffnung des Werks in Texas ist für 2015 vorgesehen.

Die Preise für Energie seien in den USA jetzt schon deutlich günstiger als in Europa und würden durch verstärkte Förderungen von Solarenergie noch eine weitere Reduktion erfahren, so Eder. Derzeit erwirtschaftet der Konzern rund 23 Prozent des Umsatzes außerhalb Europas, dieser Anteil soll 2020 bereits 40 Prozent betragen. (afs, DER STANDARD, 5.2.2014)

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