Finanzministerium: Hypo-Pleite letzter Ausweg

4. Februar 2014, 15:14
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Behörde tritt Spekulationen, dass seit dem Hypo-Treffen im Kanzleramt nichts passiert sei, entschieden entgegen

Das Thema Vor- und Nachteile einer Insolvenz der staatlichen Hypo erhitzt weiter die Gemüter. Spekulationen in den heimischen Medien, dass seit dem Hypo-Treffen im Kanzleramt vergangene Woche nichts passiert sei, tritt das Finanzministerium entschieden entgegen.

Nach dem Treffen zwischen der Regierungsspitze und den Leitern der Task Force vergangene Woche arbeite die Task Force zügig an der Umsetzung einer Hypo-Lösung, heißt es. Die von der Regierung favorisierte Banken-Beteiligung werde derzeit intensiv erörtert – unter Beteiligung der betroffenen Institute. Im Finanzministerium vernimmt man nach eigenen Angaben bei den heimischen Banken positive Signale, bei der Hypo-Abwicklung mitzumachen. Details dazu gibt es allerdings nicht. Ende Februar - nach Abstimmung mit den Banken und Eurostat will die Task Force der Regierungsspitze Lösungsvarianten vorlegen.

Gespräche mit den Bayern müssen warten

Offizielle Gespräche mit der BayernLB stehen hingegen noch aus. "Erst müssen konkrete Angebote der österreichischen Banken auf dem Tisch liegen", heißt es seitens des Finanzministeriums. Dann werde es auf politischer Ebene zwischen Österreich und Bayern Gespräche geben.

Was im Februar noch auf der Agenda steht: Ein Gesprächstermin mit den Finanzsprechern der Parlamentsparteien, wo unter anderem die „Fortschritte" der Task Force bei der Hypo-Abwicklung zur Sprache kommen sollen.

Was die derzeit viel besprochene mögliche Pleite der Kärntner Bank betrifft, so sei dies die letztgereihte unter den möglichen Optionen. Deren gäbe es zahlreiche, so das Finanzministerium. Genau genommen hätte die Task Force rund 20 mögliche Alternativen geprüft. (red, derStandard.at, 4.2.2014)

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