Heimische Werbebranche verzeichnete 2013 ein Wachstum von 4,2 Prozent

4. Februar 2014, 12:15
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Erstmals vier Milliarden Euro-Grenze beim Brutto-Werbeaufkommen durchbrochen - Online-Werbung mit dem größten Wachstum - Prognose für 2014 verhalten

Wien - Das vergangene Jahr war für die heimische Werbebranche ein durchaus erfolgreiches. Neben einem Wachstum von 4,2 Prozent im Vergleich zu 2012 konnte erstmals auch die vier Milliarden Euro-Grenze beim Brutto-Werbeaufkommen durchbrochen werden, wie Marcus Grell vom Marktforschungsinstitut Focus erklärte. Die Prognose für das laufende Jahr ist dennoch verhalten.

Online-Werbung mit dem größten Wachstum

"2013 war ein respektables und gutes Werbejahr, das sich besser entwickelt hat, als erwartet wurde", so Grell. Konkret belief sich das Brutto-Werbeaufkommen auf 4,073 Mrd. Euro, wobei der Großteil auf Print (43,9 Prozent) und TV (21 Prozent) entfiel. Online-Werbung verzeichnete mit einem Anstieg von 18,2 Prozent zwar das größte Wachstum, machte anteilsmäßig aber nur 4,6 Prozent am Gesamtwerbekuchen aus. Ebenfalls klar über dem durchschnittlichen Wachstum lag TV mit einem Plus von 9,4 Prozent, während Werbeaufwendungen in Magazinen und Illustrierten sowie mittels Prospekten unter dem Vorjahresniveau lagen.

Wahlen als Motor

Ein wesentlicher Motor im vergangenen Jahr war die politische Werbung im Zuge der Landtags- und Nationalratswahlen. Seitens der Politik und öffentlicher Institutionen wurden insgesamt 63,4 Mio. Euro brutto mehr investiert als noch 2012. Aber auch ohne diesen Anstieg der politischen Werbung hätte sich für 2013 ein Gesamtwachstum von etwa 1,9 Prozent ergeben, wie Grell betonte.

 Prognose für 2014 verhalten

Verhalten zeigt sich die Branche hingegen bezüglich der Prognosen für 2014. Aus einer vom Focus Institut durchgeführten Befragung geht hervor, dass die werbetreibende Wirtschaft nur einen Zuwachs von einem Prozent erwartet. "Man geht sehr verhalten in dieses Jahr", so Focus Österreich-Geschäftsführer Klaus Fessel. Eine Trendumkehr ist bezüglich klassischer Werbung zu erkennen, die seit 2011 zulasten von Below the line-Aktivitäten wieder zulegen konnte. Problematisch sei derzeit allerdings die Situation für das Sponsoring. Hier würden die Wettskandale der vergangenen Monate das Stimmungsbarometer drücken, wie Fessel beurteilte. (APA, 4.2.2014)

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