Taliban dementieren Geheimgespräche mit Karzai

4. Februar 2014, 11:58
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US-Regierung vermutet Zusammenhang zwischen Gesprächen und jüngster anti-amerikanischer Rhetorik Karzais

Kabul - Der afghanische Präsident Hamid Karzai führt einem US-Zeitungsbericht zufolge mit den radikal-islamischen Taliban Gespräche über ein Friedensabkommen. Beide Seiten hätten im November Kontakt aufgenommen und der bisherige Verlauf der Gespräche sei positiv, berichtete die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf einen Sprecher Karzais sowie westliche Regierungsvertreter.

Taliban dementieren Gespräche

Die Taliban haben Berichte über Geheimgespräche zwischen den beiden Konfliktparteien dementiert. "Wir weisen alle Gerüchte und Berichte über Treffen unserer Anführer mit der Kabuler Regierung scharf zurück", sagte Taliban-Sprecher Sabiullah Mujahid am Dienstag auf Anfrage.

Die US-Regierung sieht dem Bericht zufolge einen Zusammenhang zwischen den Taliban-Gesprächen und der jüngst verschärften anti-amerikanischen Rhetorik Karzais. So hatte Karzai fast zeitgleich mit Beginn der Geheimgespräche die USA darüber in Kenntnis gesetzt, dass er ein bilaterales Sicherheitsabkommen zur Stationierung von US-Soldaten nach dem Abzug der Kampftruppen vorerst nicht unterzeichnen werde. Stattdessen will Karzai zunächst die Präsidentenwahl im April abwarten, bei der er selbst nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten kann. (APA, 4.2.2014)

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