Europas Leitbörsen schließen uneinheitlich

4. Februar 2014, 18:38
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Frankfurt am Main - Die europäischen Börsen sind am Dienstag uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verbilligte sich um minimale 1,47 Einheiten oder 0,05 Prozent auf 2.962,49 Zähler.

Äußerst schwache Vorgaben aus New York und Tokio drückten an den europäischen Handelsplätzen zunächst auf die Stimmung. Nachdem allerdings an der Wall Street die Zeichen auf Erholung standen, gewannen auch die europäischen Aktienmärkte teilweise an Schwung. Die Börsen in Paris, Mailand und Madrid schlossen schließlich im grünen Bereich, während es in Frankfurt, London und Zürich Abschläge zu verzeichnen gab.

In Sachen Konjunkturdaten blieb es in Europa ruhig, einzig Inflationszahlen aus Italien standen am Programm. Die Preisentwicklung blieb verhalten. Vor dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag dürften einige Marktteilnehmer auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik im Euroraum spekulieren.

Für Bewegung sorgten am Dienstag allerdings hauptsächlich Zahlenvorlagen und Unternehmensnachrichten. In Zürich verteuerten sich UBS um 5,39 Prozent auf 18,39 Schweizer Franken, nachdem die Schweizer Großbank für das vierte Quartal einen Gewinnsprung vermeldet hatte. Höhere Erträge im Investmentbanking und eine Steuergutschrift sorgten dafür, dass der Gewinn um fast 60 Prozent höher lag als im Vorquartal.

In London gerieten die Titel von BP nach schwachen Quartalszahlen zwischenzeitlich unter Druck, schlossen dann aber mit einem knappen Plus von 0,04 Prozent bei 472,80 Pence. Der Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten fiel um 22 Prozent auf 13,4 Milliarden US-Dollar (9,9 Mrd. Euro). Die Margen im Raffineriegeschäft haben sich aufgrund einer sinkenden Nachfrage schwächer entwickelt. Zuvor hatten bereits einige Konkurrenten im Öl-Sektor schwache Zahlen vorgelegt.

Nicht lange hielt der Freude der Anleger über die Quartalszahlen von Munich Re an. Der Rückversicherer hat die Erwartungen der Marktbeobachter mit einem leichten Gewinnzuwachs auf 3,3 Milliarden Euro übertroffen. Analysten hatten einen Rückgang erwartet. Nachdem die Anteilsscheine daraufhin im Frühhandel deutlich zulegten und sich im Spitzenfeld des DAX wiederfanden, gingen sie schlussendlich mit einem Minus von 1,14 Prozent bei 151,35 Euro aus dem Handel.

In Amsterdam rückten KPN in den Mittelpunkt. Nach enttäuschenden Jahreszahlen will die nun niederländische Telefongesellschaft weitere Stellen abbauen. In den nächsten drei Jahren sollen 1.500 bis 2.000 Arbeitsplätze gestrichen werden. KPN hat einen Nettogewinn von 293 Millionen Euro berichtet, knapp sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Die Anteilsscheine schlossen mit einem Minus von 4,75 Prozent bei 2,57 Euro.

Ein Branchenvergleich in Europa zeigte Bankwerte unter den größten Gewinnern. Societe Generale verteuerten sich um 3,04 Prozent auf 42,23 Euro, Intesa Sanpaolo legten 2,31 Prozent auf 1,99 Euro zu und BNP Paribas stiegen um 1,9 Prozent auf 56,81 Euro.

Schwächer zeigten sich Pharma-Werte. BASF verloren 1,8 Prozent auf 76,59 Euro. Bayer verbilligten sich 1,3 Prozent auf 95,96 Euro. Sanofi fielen um 1,13 Prozent auf 71,55 Euro. (APA, 4.2.2014)

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