Konjunkturängste: Börsen rasseln in den Keller

4. Februar 2014, 16:24
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Mit einem Minus von 4,2 Prozent verbuchte Japans Aktienmarkt die höchsten Verluste, auch Europas Börsen schwächeln

Frankfurt am Main - Die Industrie verlor in den USA zu Jahresbeginn überraschend deutlich an Schwung. Diese enttäuschenden Konjunkturdaten und die anhaltenden Befürchtungen einer Krise in den Schwellenländern haben am Dienstag die asiatischen Börsen auf Talfahrt geschickt. Mit einem Minus von 4,2 Prozent verbuchte der japanische Aktienmarkt mit Abstand die höchsten Verluste. Doch auch in den übrigen Ländern in Fernost zeigten sich die Investoren verunsichert. Der entsprechende Index lag 1,5 Prozent im Minus und fiel zeitweise auf den niedrigsten Stand seit fünf Monaten.

Auch die Leitbörsen in Europa haben am Dienstag einheitlich Abschläge verzeichnet, allerdings fielen sie moderater aus. Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,47 Prozent, der DAX in Frankfurt lag gegen Mittag bei einem Minus von 1,03 Prozent. An der Londoner Börse ging der FTSE-100 um 0,40 Prozent zurück. Auch an der Wiener Börse fielen die Verluste vergleichsweise moderat aus: Der Wiener ATX bewegte sich bei einem Minus von 0,53 Prozent.

US-Börsen kräftig im Minus

Mit herben Verlusten waren auch schon die US-Börsen am Montag in die Woche gestartet. Die drei wichtigsten Indizes gaben jeweils um mehr als zwei Prozent nach. Der S&P 500 musste den größten prozentualen Tagesverlust seit Juni verkraften. Die Nasdaq blieb zum ersten Mal seit Dezember unter der Marke von 4000 Punkte. Die Wall Street war bereits unter Druck gestanden, weil Chinas Wirtschaft langsamer wächst und die US-Notenbank allmählich ihre ultralockere Geldpolitik strafft. Das billige Zentralbankgeld hatte die Märkte lange gestützt. Am Dienstag eröffneten die US-Börsen leicht erholt.

"Die Konjunkturdaten sind durchwegs sehr schwach", sagte Paul Zemsky, der beim New Yorker Vermögensverwalter ING Investment Management die Portfolio-Strukturierung verantwortet. "Es ist wirklich schwer, irgendwo gute Nachrichten zu finden." (APA/red, derStandard.at, 4.2.2014)

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