Santander will angeblich Bawag kaufen

3. Februar 2014, 23:12
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Bawag-Chef Byron Haynes spricht von "reinen Spekulationen"

Düsseldorf/Wien – Ein Bericht, der am Montag im Handelsblatt veröffentlicht wurde, hat neue Verkaufsgerüchte rund um die Bawag P.S.K. geschürt. Die deutsche Wirtschaftszeitung zitierte einen Bawag-Insider mit der Aussage, dass Hauptaktionär Cerberus unbedingt aussteigen wolle, "auch wenn die Bawag zum Verlustgeschäft werden sollte". Laut Wiener Finanzkreisen, so das Handelsblatt, ist vor allem die spanische Santander-Gruppe am Erwerb der ehemaligen Gewerkschaftsbank interessiert.

Bawag-Vorstandschef Byron Haynes sprach gegenüber der Zeitung von "reinen Spekulationen" und nannte die beiden US-Gesellschafter "gute Aktionäre". Cerberus kontrolliert 52 Prozent der Anteile. Der US-Fonds Golden Tree Asset Management hält weitere rund 39 Prozent. Die restlichen neun Prozent gehören der Post sowie den Versicherungen Generali Gruppe Österreich und Wüstenrot.

Bereits vor dem Verkauf der Bawag an Cerberus durch den ÖGB 2006 soll Santander einen Einstieg überlegt haben. Als möglicher Kaufpreis wird derzeit zwei Milliarden Euro kolportiert. Der Prozess gegen die Stadt Linz um das missglückte Swap-Geschäft belastet die Bank weiterhin schwer. (red/DER STANDARD, 4.2.2014)

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