Raiffeisen verärgert die Börsenkonkurrenz

3. Februar 2014, 21:32
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Aufnahme der RBI in den Index der fünf wichtigsten Wiener Aktien sorgt für Wirbel

Wien - Zu Aufregung bei Marktteilnehmern führt laut einem Bericht der "Presse" die Aufnahme der Raiffeisen Bank International (RBI) in den Börsenindex "ATX-five" am 24. Jänner. Die Bezugsfrist für Altaktionäre im Rahmen der Kapitalerhöhung läuft noch bis 7. Februar.

Der Börsenindex "ATX five" umfasst die fünf wichtigsten Aktien der Wiener Börse. Ausländische Investoren kauften oft nur jene Aktien, die sich in einem großen Index befinden. Andritz sei im "ATX five" durch die RBI ersetzt worden. Die Wiener Börse habe die Änderung nur auf der Internetseite indices.cc bekannt gegeben und keine Aussendung gemacht. Das habe für Aufregung bei den Marktteilnehmern gesorgt.

Die Börse hätte mit der Indexanpassung bis 7. Februar warten sollen, meint etwa Alois Wögerbauer, Geschäftsführer der 3-Banken-Generali-Invest in der "Presse". Die Kommunikation sei nicht optimal gelaufen. Andere Fondsmanager äußerten sich ähnlich, heißt es in der Zeitung. Die endgültige Höhe des Streubesitzes, dessen Höhe eine Rolle für die Gewichtung einer Aktie im Index spiele, stehe erst nach dem 7. Februar fest.

Die Wiener Börse weise Vorwürfe von Investoren zurück, bewusst eine voreilige Entscheidung getroffen zu haben, um Raiffeisen rasch den Einzug in den Börsenindex zu ebnen. Die Änderungen seien regelwerkskonform gewesen, es bedürfe keiner Zusammenkunft der Indexkomitee-Mitglieder, so eine Sprecherin in der "Presse". Beim Streubesitzfaktor von 50 Prozent habe sich die Wiener Börse auf die Meldung von Raiffeisen verlassen. Der Streubesitz der RBI hat sich zu Beginn der Kapitalerhöhung stark erhöht, in einer Vorabplatzierung unter institutionellen Investoren wurden 2,78 Mrd. Euro an frischem Kapital eingesammelt. (APA, 3.2.2014)

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