Dayli ohne Chefs und Vermögen

3. Februar 2014, 18:13
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Wien – Die Quote, die Gläubigern der Drogerie- und Nahversorgerkette Dayli nach der Insolvenz in Aussicht gestellt worden war, waren so optimistisch wie befürchtet. Die Aussicht auf Befriedigung der Ansprüche schwindet. Geschätzten 20 Millionen Euro Vermögen stehen Forderungen von gut 90 Millionen Euro gegenüber. Die anfangs angebotene Quote von 25 Prozent bekommen sie sicher nicht, sagt Creditreform-Chef Gerhard Weinhofer am Montag. Wie hoch die Quote sein werde, könne man nicht sagen. Der Sanierungsplan ist jedenfalls gescheitert.

Das Landesgericht Linz hat den Sanierungsplan für die Tap Dayli GmbH mit Beschluss vom 31. Jänner als unzulässig zurückgewiesen und die für 28. März anberaumte Sanierungsplantagsatzung anberaumt, gab der Gläubigerschutzverband Creditreform am Montag bekannt. Die Geschäftsführung der Tap Dayli sei der Aufforderung zur Verbesserung des Vermögensverzeichnisses nicht nachgekommen. Dies wäre interessant, um Klarheit über Zahlungen kurz vor Insolvenzeröffnung zu bekommen. Aber: Tap Dayli verfügt aktuell über keine organschaftliche Vertretung, es kam auch niemand zum Gerichtstermin. (ung, DER STANDARD, 4.2.2014)

 

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