Modul für "ExoMars"-Sonde in Bremen vorgestellt

3. Februar 2014, 18:00
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Erster Teil der ESA-Roskosmos-Mission soll 2016 starten

Bremen - Ein wichtiges Modul für eine Mars-Sonde der Mission "ExoMars" hat das Raumfahrtunternehmen OHB am Montag in Bremen vorgestellt. Der Spurengas-Orbiter solle nun in Frankreich fertiggebaut werden, hieß es. Der Start Sonde mit dem Modul an Bord ist für 2016 geplant.

Die Raumsonde ist Teil der "ExoMars"-Mission der europäischen Raumfahrtagentur ESA und der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos. Dabei soll auf dem Roten Planeten einerseits nach Spuren von früherem oder noch existierendem Leben gesucht werden, andererseits sollen praktische Erfahrungen über Mobilität und Ausbau einer Infrastruktur erlangt werden.

"Der Transfer des Kernmoduls von Bremen nach Cannes ist der erste Schritt zum Mars", sagte ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain. "ExoMars" sei eine einzigartige Mission für Europa. "Es ist das erste Mal, dass wir auf dem Mars landen werden. Es ist das erste Mal, dass wir uns auf dem Mars mit einem Fahrzeug bewegen werden." 

Europäischer Rover soll 2018 folgen

Der Orbiter soll zusammen mit einem Landemodul im Jänner 2016 in Russland starten. Nach etwa neun Monaten Flugzeit soll er den Mars erreichen. Während mit dem Landemodul Technologien für die Landung schwerer Nutzlasten und die Mobilität auf dem Mars erprobt werden sollen, soll der Orbiter um den Mars kreisen und dessen Atmosphäre analysieren.

Beim zweiten, für das Jahr 2018 geplanten Teil der Mission soll mithilfe eines russischen Landesystems ein europäischer Rover auf den Mars gebracht werden. Der Rover soll die biologische Umwelt des Marsbodens analysieren. Für diese Mission soll der Orbiter als Daten-Relais-Satellit - eine Art Kommunikationszentrale - dienen. (APA/red, derStandard.at, 3.2.2014)

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