Schweizer Rechte bekämpfen Aufklärung

3. Februar 2014, 15:50
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Volksabstimmung über Sexualkunde in der Volksschule - Rechtskonservative reichten erforderliche Unterschriften ein

Bern - In der Schweiz wird es eine Volksabstimmung über den Sexualkundeunterricht in der Volksschule geben. Rechtskonservative Kreise reichten die erforderlichen 100.000 Unterschriften dafür ein, berichtete die Bundeskanzlei in Bern an Montag. Die Initiative will Aufklärungsunterricht für Unter-Zehnjährige abschaffen und ihn danach bis zum 13. Geburtstag freiwillig halten.

In den vergangenen Jahren hatte es Aufregung um einen "Sex-Koffer" mit Aufklärungsmaterial gegeben, der an Schulen in Basel zum Einsatz kam. Konservative erregten sich unter anderem über Nachbildungen von Geschlechtsorganen in dem Lehrmittel-Konvolut und warfen den Behörden die Propagierung feministischer Ideologie vor. Der zuständige Baseler Erziehungsdirektor verteidigte damals die Maßnahme, Sexualität sei eben für die Kinder bereits ab frühem Alter ein Thema, die Schule müsse darum bei der Aufklärung helfen und mit modernen Mitteln arbeiten. In der Schweiz wie in Österreich gibt es bereits ab dem Volksschulalter Sexualkundeunterricht.

Die Volksinitiative wird nun der Schweizer Regierung und dem Parlament vorgelegt. Sie muss dann innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre zur Abstimmung kommen. (APA, 3.2.2014)

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