Hohe Erwartungen an Wirtschaft und Politik

3. Februar 2014, 14:12
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Beim Millennial Survey 2014 hat Deloitte die Jahrgänge nach 1983 nach ihren Einschätzungen an Regierung und den zukünftigen Arbeitsmarkt weltweit abgefragt

Unternehmen und Regierungen hätten zwar das Potenzial, die drängendsten Probleme der Gesellschaft zu lösen, würden dieses aber nicht ausreichend nutzen, so die Einschätzung der Generation Y, der Jahrgänge ab 1983. Zum dritten Mal hat Deloitte weltweit knapp 8000 gut ausgebildete berufstätige Millennials, also Vertreter dieser Generation, zu ihren Erwartungen an Regierung, Wirtschaft und den zukünftigen Arbeitsplatz gefragt und die Erkenntnisse daraus im Deloitte Millennial Survey veröffentlicht.

Und Regierungen und Wirtschaft werden gleichermaßen in die Pflicht genommen. Während die meisten Millennials (74 Prozent) glauben, dass die Wirtschaft sich positiv auf die Gesellschaft auswirkt, weil sie Jobs schafft und den Wohlstand steigert, sind sie auch davon überzeugt, dass die Unternehmen viel mehr tun könnten, um die drängendsten Probleme zu lösen. Dazu gehören: Ressourcenknappheit (68 Prozent), Klimawandel (65 Prozent) und Einkommensgefälle (64 Prozent). Darüber hinaus will die Hälfte der befragten Millennials für Unternehmen mit ethischen Prinzipien arbeiten.

Weiters sollten Organisationen innovatives Denken stärker fördern. Millennials wollen, so die Umfrage, für Organisationen arbeiten, die Innovation unterstützen. Tatsächlich lassen sich 78 Prozent der Millennials bei der Jobwahl davon beeinflussen, wie innovativ ein Unternehmen ist. Die meisten bemängeln, dass ihr derzeitiger Arbeitgeber sie nicht ermutigt, kreativ zu denken.

Millennials sind zudem sehr an Veränderung interessiert. Sie glauben, dass der Erfolg eines Unternehmens nicht nur an seiner finanziellen Leistungsfähigkeit gemessen werden sollte, sondern vor allem auch daran, ob es die Gesellschaft verbessern kann.

Die Befragten gestehen Regierungen zwar das größte Potenzial zu, um gesellschaftliche Probleme zu lösen, sehen diese aber weitestgehend daran scheitern. Fast die Hälfte hat den Eindruck, dass Regierungen gerade dort Schaden anrichten, wo der größte Handlungsbedarf besteht, nämlich bei Arbeitslosigkeit (47 Prozent), Ressourcenknappheit (43 Prozent) und Einkommensgefälle (56 Prozent). (red, Der Standard, 1./2.2.2014)

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