Der surfende Radiohead-Hörer: Das perfekte Onlinedating-Profil

3. Februar 2014, 13:44
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Wired analysiert Nutzerdaten von Onlinedatingprofilen – mit teils überraschenden Resultaten

Gemeinsam mit OKCupid und Match.com hat das Technologiemagazin Wired Nutzerdaten von Online-Datingwebsites analysiert. So wurden etwa die tausend populärsten Wörter, die auf Profilen verwendet werden, untersucht. Außerdem beschäftigte man sich mit Profilbildern, Hobbies und den "richtigen" Lieblingsfilmen und Musikgeschmack.

Surfen macht sexy

Als attraktivste Hobbies gehen "Surfen" und "Yoga" aus der Untersuchung hervor, während klassische Sportarten wie Basketball, Baseball oder Fußball – zumindest in den USA – nicht besonders begehrenswert machen. Beim Kulturkonsum stehen Fans von Homeland und Arrested Development auf der Gewinnerseite, besonders wenn sie gern Radiohead hören. Auch semantische Feinheiten sind wichtig: Erwähnt man auf seinem Profil "Katzen", wird dies um einiges attraktiver eingestuft, als wenn die Wortwahl "meine Katzen" gewählt wird.

Profilbild: Oft wechseln und bekleidet sein

In punkto Bebilderung des Online-Datingprofils rät Wired, das Haupt-Profilbild möglichst oft zu wechseln, da das Profil anderen Nutzern dann wiederholt ins Auge springt. Zusätzlich sollte man etwas anhaben, am besten ein T-Shirt (32 Prozent der best-bewerteten Profilbilder) oder Hemd (28 Prozent). Unter schwulen Nutzern waren jene Profilbilder am beliebtesten, die den Inhaber bei einer Outdoor-Aktivität zeigten. Zusatzpunkte gibt es für ein Lächeln und den direkten Blick in die Kamera.

Niemand interessiert sich für deine Augen

Bei der Frage danach, welche Körperteile besonders attraktiv machen, zeigen sich erhebliche Diskrepanzen zwischen Selbst- und Fremdeinschätzung. Quer durch alle sexuellen Orientierungen und beide Geschlechter werden die eigenen Augen als eine der schönsten Körperteile angegeben. Auf Interesse stoßen sie kaum. Besonders wichtig sind: Brust und Arme (bei schwulen Nutzern), Brust und ein flacher Bauch (für Frauen bei Männern), Bauch und Arme (für Männer bei Frauen), für lesbische Nutzer sind fast alle Körperteile mit Ausnahme der Füße wichtig.

Sonntag als Höhepunkt des Online-Dating

Die meisten Zugriffe verzeichnen alle untersuchten Websites am letzen Tag der Woche. Große Unterschiede gibt es hingegen bei der Tageszeit: Während die eher auf Heterosexuelle fokussierten Match/OkCupid und Tinder eher abends abgerufen werden, ist auf der schwulen Dating-App Grindr am frühen Nachmittag am meisten los. (fas, derStandard.at, 3.2.2014)

Links:

Wired

  • Surfen macht sexy - das geht aus einer Untersuchung des US-Magazings Wired hervor
    foto: ap/lucy nicholson

    Surfen macht sexy - das geht aus einer Untersuchung des US-Magazings Wired hervor

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