Proteste: Theater und Museen beklagen Besucherschwund

3. Februar 2014, 13:20
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Alleine Nationale Philharmonie in Kiew hat im Jänner 25.000 Euro eingebüßt

Kiew/Moskau - Angesichts der monatelangen Demonstrationen in Kiew klagen Theater und Museen über großen Besucherschwund. "Wegen der Proteste fürchten sich viele Menschen vor dem Weg ins Zentrum", teilte die Nationale Philharmonie am Montag laut Medien mit. Das Haus bezifferte den Einnahmeverlust allein für Jänner auf umgerechnet etwa 25.000 Euro. Nun fehle Geld für Nebenkosten und Reparaturarbeiten, hieß es.

Noch härter traf es das Puppentheater in der Gruschewski-Straße - dem Ort blutiger Straßenschlachten zwischen Demonstranten und der Polizei. Im Jänner seien 90 Prozent weniger Zuschauer gekommen, teilte das Theater mit. Aufführungen hätten abgesagt werden müssen. Ähnlich hoch war der Rückgang im Museum der Kiewer Stadtgeschichte.

Barrikaden auf dem Unabhängigkeitsplatz

In Kiew demonstrieren seit Monaten zahlreiche Regierungsgegner gegen die Führung um Präsident Viktor Janukowitsch. Sie haben den besetzten Unabhängigkeitsplatz (Maidan) mit meterhohen Barrikaden weiträumig gegen mögliche Räumungsversuche abgesichert.

Das Kulturministerium der Ex-Sowjetrepublik bestätigte die hohen Verluste. Der Generaldirektor des Kulturpalasts Ukraina, Michail Kulinjak, warb: "Gerade jetzt sind Veranstaltungen äußerst wichtig, damit die Menschen sehen, dass das Leben weitergeht." (APA, 3.2.2014)

  • Der besetzte Unabhängigkeitsplatz (Maidan) ist mit meterhohen Barrikaden weiträumig gegen mögliche Räumungsversuche abgesichert.
    foto: apa/helmut fohringer

    Der besetzte Unabhängigkeitsplatz (Maidan) ist mit meterhohen Barrikaden weiträumig gegen mögliche Räumungsversuche abgesichert.

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