Osterfestspiel-Prozess: Klaus Kretschmer teilweise geständig

3. Februar 2014, 13:14
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Der bisher verhandlungsunfähige, erstangeklagte ehemalige Technische Direktor der Salzburger Festspiele, Klaus Kretschmer, ist am Montag zur Verhandlung gekommen

Salzburg - Im fortgesetzten Strafprozess um die Salzburger Osterfestspiel-Affäre ist der bisher verhandlungsunfähige, erstangeklagte ehemalige Technische Direktor der Salzburger Festspiele, Klaus Kretschmer (53), am Montag zur Verhandlung gekommen. Sein Verteidiger Leopold Hirsch erklärte, dass sich sein Mandant teilweise schuldig bekenne. Kretschmer wird gewerbsmäßig schwerer Betrug und Untreue vorgeworfen.

Der Erstangeklagte soll laut Anklage die Osterfestspiele GmbH und die Salzburger Festspiele um 1,5 Millionen Euro geschädigt haben. Zu Prozessbeginn am 10. September 2013 hatte er erklärt, dass er der Verhandlung nicht folgen könne, daraufhin begab er sich in eine Salzburger Klinik. Anschließend wurde Kretschmer vorläufig vom Prozess ausgeschieden. Die neuropsychiatrische Gutachterin Gabriele Wörgötter, die ihm kurz vor Prozessbeginn Verhandlungsfähigkeit attestiert hatte, begutachtete ihn erneut und kam zu dem Schluss: Mit seiner uneingeschränkten Verhandlungsfähigkeit sei erst nach einer psychischen Stabilisierung ab Februar zu rechnen.

In die Anklage miteingebunden wurde auch noch ein Finanzvergehen gegen Kretschmer. Es soll dabei um Abgabenhinterziehung in der Höhe von rund 200.000 Euro gehen. Bezüglich dieses Verfahrens beantragte Verteidiger Hirsch aber den Ausschluss der Öffentlichkeit. Der Schöffensenat gab diesem Antrag auch statt. Die Einvernahme von Kretschmer zum allgemeinen Teil der Anklage ist ab 13.00 Uhr geplant. "Aus psychiatrischer Sicht ist eine Verhandlungsfähigkeit derzeit uneingeschränkt gegeben", sagte Wörgötter vor der Mittagspause. (APA, 3.2.2014)

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