Europas Leitbörsen schließen im Minus

3. Februar 2014, 18:11
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Banken und Versicherer unter größten Verlierern

Frankfurt am Main - Die europäischen Leitbörsen sind am Montag einheitlich mit recht deutlichen Kursverlusten aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verlor am Sitzungsende um 50,00 Einheiten oder 1,66 Prozent auf 2.963,96 Zähler.

Belastend wirkten zu Wochenbeginn unter anderem enttäuschende Wirtschaftsnachrichten aus China: Die Stimmung der Einkaufsmanager im Dienstleistungsgewerbe fiel im Jänner auf den tiefsten Stand seit mindestens zwei Jahren. In der Industrie zeigte sich ein ähnliches Bild. Hier liegt der Stimmungsindikator nur noch knapp im Expansionsbereich.

In den Industrieunternehmen des Euroraums hat sich die Stimmung zu Jahresbeginn hingegen spürbar verbessert. Der vom Forschungsinstitut Markit erhobene Einkaufsmanagerindex stieg um 1,3 Punkte auf 54,0 Zähler. Das ist der höchste Stand seit Mai 2011.

Am Nachmittag drückten dann allerdings aktuelle US-Daten die Indizes deutlicher ins Minus: Der Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie hat sich im Jänner unerwartet kräftig eingetrübt. Der Frühindikator fiel auf 51,3 Zähler von 56,5 Punkten im Vormonat, wie das Institute for Supply Management (ISM) mitteilte. Bankvolkswirte hatten lediglich mit einem Rückgang auf 56,0 Punkte gerechnet.

"Der scharfe Verfall der ISM-Daten, der ja ein Stimmungsindikator ist, zeigt, dass auch das Verarbeitende Gewerbe der USA die Konjunkturrisiken der Schwellenländer ernst nimmt", sagte ein Experte von der Baader Bank.

Ein Branchenvergleich in Europa zeigte Abschläge auf breiter Front. Zu den schwächsten Sektoren zählten Banken und Versicherer. Aber auch einige Rohstoffwerte mussten Federn lassen.

Unter den Einzelwerten im Euro-Stoxx-50 mussten AXA ein Minus von 3,95 Prozent verbuchen. UniCredit schwächten sich um 3,94 Prozent ab und BBVA büßten 3,35 Prozent an Wert ein. Societe Generale tendierten um 2,61 Prozent schwächer.

Aurubis-Aktien sind in Frankfurt nach überraschend vorgelegten vorläufigen Zahlen unter Druck geraten. Die Aktien des Kupferkonzerns schlossen 5,49 Prozent im Minus. Aurubis musste den Eckdaten zufolge im ersten Quartal operativ einen Verlust vor Steuern (EBT) von 2,5 Millionen Euro hinnehmen.

Anteilsscheine von Ryanair sind in London hingegen um 6,8 Prozent angesprungen. Der Preiskampf in Europas Luftfahrt hat den irischen Billigflieger im Winter überraschend weit in die roten Zahlen gedrückt. Ein Commerzbank-Analyst wertet die Aussagen des Managements allerdings positiv. Der Verfall der Durchschnittserlöse sei wohl gestoppt und der Blick nach vorn klinge optimistischer. (APA, 3.2.2014)

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